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Der ebenso gutaussehende wie wohlsituierte Landrat
Geert von Innstetten hält um die Hand der lebenslustigen
18-jährigen Effi Briest an. Effi gefällt
der selbstbewusste, deutlich ältere Mann, in
dem sie glaubt, die große Liebe gefunden zu
haben. Nach der Hochzeit beziehen sie sein gediegenes
Haus in einer pommerschen Kleinstadt. Effi ist oft
allein in dem Haus, in dem es sie gruselt, Innstetten
ist viel unterwegs und hat wenig Zeit für sie.
Doch dann wird Tochter Annie geboren und mit dem
Kindermädchen Roswitha holt sich Effi eine
liebe, ihr ergebene Seele ins Haus. Durch Zufall
lernt Effi dann Major von Crampas kennen, der einst
mit ihrem Mann gedient hat. Von Crampas ist ein
aufgeweckter, belesener, sehr natürlicher Mann.
Effi und er haben viel Gemeinsames, doch sie widersteht
lange seinen Verführungsversuchen. Dann haben
sie eine leidenschaftliche Romanze, die aber schon
wenige Wochen später mit der Berufung von Innstettens
an ein Berliner Ministerium beendet ist.
In Berlin blüht Effi auf. Das bekommt auch
ihrer Ehe mit Innstetten. Zusammen mit der heranwachsenden
Annie sind sie eine glückliche Familie. Innstetten
macht Karriere, Effi repräsentiert sich als
die charmante Frau an seiner Seite. Doch dann, acht
Jahre nach der Romanze in Kessin - Effi weilt gerade
zur Kur -, findet Innstetten durch einen Zufall
Briefe von Crampas an seine Frau. Er fordert den
Major zum Duell. Dabei fällt Crampas. Als Effi
ahnungslos von der Kur zurückkehrt, bricht
ihre Welt zusammen: Nur ihr Vater erwartet sie und
erklärt ihr, dass Innstetten sie nie mehr sehen
will. Auch ihre Mutter will sie nicht aufnehmen,
das könnte ihrem gesellschaftlichen Ansehen
schaden.
Geschieden, ohne Kind, das Innstetten für sich
beansprucht, zieht Effi in eine kleine Wohnung und
verdient ihr Geld als Klavierlehrerin. Nur ihre
einstige Kinderfrau Roswitha hält zu ihr und
auch Apotheker Alonzo Gieshübler, ihr einziger
Freund aus Kessin. Er sieht, wie krank sie ist und
bittet Effis Eltern, sie wieder aufzunehmen ...
"Rosen im Herbst" ist die zweite Verfilmung
von Theodor Fontanes berühmten Roman "Effi
Briest". Der 1894 erstmals veröffentlichte
Gesellschaftsroman wurde bis heute fünfmal
verfilmt. Die erste Fassung entstand unter der Regie
von Gustaf Gründgens 1939 mit Marianne Hoppe
in der Hauptrolle, in der DEFA-Version von 1968
wird Effi Briest von Angelica Domröse gespielt;
Rainer Werner Fassbinder verfilmte den Roman 1974
mit Hanna Schygulla, und die neueste Version drehte
Hermine Huntgeburth 2008 mit Julia Jentsch. Rudolf
Jugert, ein vielseitiger Regisseur intelligenter
Unterhaltungsfilme, verfilmte Fontanes Roman mit
Ruth Leuwerik als Effi und Bernhard Wicki als von
Innstetten. Seine elegante, gefühlsbetonte
Inszenierung zeichnet von Innstetten sympathischer
als Fontane ihn beschrieben hat.
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