Wer seine Frau lieb hat...

Spielfilm aus der DDR von 1955
Regie Kurt Jung-Alsen und Helmut Krätzig
Drehbuch Henryk Keisch, nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Jacob Jostau
Musik Gerd Natschinski
Kamera Günter Eisinger
Darsteller Willi Redlich - Albert Garbe
Susanne Redlich - Leny Marenbach
Helga Redlich - Evamaria Bath
Karl Sonntag - Hans-Robert Wille
Edith Hillig - Margret Homeyer
Günther Hillig - Rolf Ludwig
Eva Schall - Gunhild Bohnen
Jochen Schall - Raimund Schelcher
und andere

"Das ist ein Stoff aus unserem Leben, der mit leichter Hand und fröhlichem Gemüt gestaltet ist", schrieb anno 1955 der Progress-Filmverleih der DDR in seinem Werbeheft. Kurt Jung-Alsen drehte sein Regiedebüt nach einem Theaterstück von Jacob Jostau und besetzte es mit einem spielfreudigen Ensemble, zu dem u.a. Albert Garbe, Leny Marenbach, Rolf Ludwig und Evamaria Bath gehören. Die Komödie atmet den Zeitgeist jener Jahre und enthält nach Meinung von Filmkritiker Heinz Kersten "zum ersten Male Elemente einer mild persiflierenden Kritik an bestimmten Erscheinungsformen der 'volksdemokratischen Ordnung'".

Die Festkommission des VEB Komet für den Betriebsausflug mit anschließender Feier beschließt nach Diskussion und Abstimmung: ohne Familienangehörige. Willi Redlich ist zwar nicht damit einverstanden, will aber andererseits nicht als Pantoffelheld dastehen. Seine Frau Suse, die den Beschluss nicht kennt, freut sich schon sehr auf das Fest. Sie nimmt ihrem Mann auch die Arbeit ab, das Lokal zu mieten.

Davon jedoch weiß Willi Redlich nichts und als er im vorgesehenen "Wasserschlösschen" anruft, erfährt er, dass das Lokal schon vergeben ist. So mietet er die gegenüberliegende "Sonnenburg". Suse Redlich, endlich hinter den Beschluss und seine Folgen gekommen, bereitet ein Gegenfest vor, zu dem alle daheimbleibenden Ehehälften eingeladen werden. So naht der Festtag.

Die Betriebsangehörigen des VEB Komet treffen sich auf dem gemieteten Dampfer, der sich als alter Kasten herausstellt. Auch in der "Sonnenburg" mit ihrem ungemütlich-kühlen Saal will keine rechte Stimmung aufkommen.
Anders im "Wasserschlösschen". Die ausgeladenen Ehefrauen und Ehemänner fanden nach ihrer Fahrt mit einem schnittigen Dampfer ein anheimelndes Lokal vor. Übermütig nehmen sie von ihrem "Wasserschlösschen" Besitz und widmen sich nach der Schadenfreude nun dem Hauptspaß: Über eine Lautsprecheranlage blasen sie den Komet-Kollegen in der "Sonnenburg" den Marsch.
   

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