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"Das ist ein Stoff aus unserem Leben, der mit
leichter Hand und fröhlichem Gemüt gestaltet
ist", schrieb anno 1955 der Progress-Filmverleih
der DDR in seinem Werbeheft. Kurt Jung-Alsen drehte
sein Regiedebüt nach einem Theaterstück
von Jacob Jostau und besetzte es mit einem spielfreudigen
Ensemble, zu dem u.a. Albert Garbe, Leny Marenbach,
Rolf Ludwig und Evamaria Bath gehören. Die
Komödie atmet den Zeitgeist jener Jahre und
enthält nach Meinung von Filmkritiker Heinz
Kersten "zum ersten Male Elemente einer mild
persiflierenden Kritik an bestimmten Erscheinungsformen
der 'volksdemokratischen Ordnung'".
Die Festkommission des VEB Komet für den Betriebsausflug
mit anschließender Feier beschließt
nach Diskussion und Abstimmung: ohne Familienangehörige.
Willi Redlich ist zwar nicht damit einverstanden,
will aber andererseits nicht als Pantoffelheld dastehen.
Seine Frau Suse, die den Beschluss nicht kennt,
freut sich schon sehr auf das Fest. Sie nimmt ihrem
Mann auch die Arbeit ab, das Lokal zu mieten.
Davon jedoch weiß Willi Redlich nichts und
als er im vorgesehenen "Wasserschlösschen"
anruft, erfährt er, dass das Lokal schon vergeben
ist. So mietet er die gegenüberliegende "Sonnenburg".
Suse Redlich, endlich hinter den Beschluss und seine
Folgen gekommen, bereitet ein Gegenfest vor, zu
dem alle daheimbleibenden Ehehälften eingeladen
werden. So naht der Festtag.
Die Betriebsangehörigen des VEB Komet treffen
sich auf dem gemieteten Dampfer, der sich als alter
Kasten herausstellt. Auch in der "Sonnenburg"
mit ihrem ungemütlich-kühlen Saal will
keine rechte Stimmung aufkommen.
Anders im "Wasserschlösschen". Die
ausgeladenen Ehefrauen und Ehemänner fanden
nach ihrer Fahrt mit einem schnittigen Dampfer ein
anheimelndes Lokal vor. Übermütig nehmen
sie von ihrem "Wasserschlösschen"
Besitz und widmen sich nach der Schadenfreude nun
dem Hauptspaß: Über eine Lautsprecheranlage
blasen sie den Komet-Kollegen in der "Sonnenburg"
den Marsch.
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