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Ein DEFA-Film, reizvoll durch seine moralischen
Fragestellungen, die Darstellung des Theatermilieus
und die großartige Musik. "... alle Szenen
der Inszenierungsarbeit Wischnewskys, die Bilder
der Oper selbst, die ausgezeichnete musikalische
Ausfertigung - das ist mit nahezu überquellendem
Reichtum an Mitteln, Einfällen, Kamerasichten
und Dekorationen, mit prächtigem Einsatz der
Schauspieler (...) gemacht, dass er eine wahre Freude
am Zusehen und Zuhören ist", schrieb Filmkritiker
Günter Agde 1980 im "Filmspiegel".
Zu den gelobten Schauspielern gehören die beiden
Polinnen Beata Tyszkiewicz und Ewa Szykulska sowie
Helmut Straßburger und Hilmar Thate. Für
ihn war das sein letzter DEFA-Film, schon zur Premiere
dieses Streifens stand er im Begriff, mit seiner
Frau Angelica Domröse die DDR zu verlassen,
um am Westberliner Schillertheater ein Engagement
aufzunehmen.
Der Berliner Opernregisseur Andrej Wischnewsky soll
in der Provinz Mozarts "Don Giovanni"
inszenieren. Wischnewsky ist ein besessener Theatermann,
der leidenschaftlich arbeitet. Aber an diesem Provinztheater
wird es ihm schwer gemacht, eingefahrene Auffassungen
und einen bestimmten Trott zu überwinden. Vor
allem setzt ihm der Giovanni-Darsteller (Helmut
Straßburger), ein verfetteter, schon angejahrter
Sänger, Widerstand entgegen - zumal der Regisseur
bemüht ist, ihm eine neue, andere Sicht auf
die Figur zu vermitteln. Schließlich wirft
der beleidigte Sänger die Rolle hin und der
Regisseur sieht sich gezwungen, sich bei dem Kammersänger
zu entschuldigen, was aber nun zum Beginn einer
wirklich guten Zusammenarbeit führt. Komplizierter
wird für Wischnewsky der Umgang mit den Damen
des Ensembles. Die Darstellerin der Donna Anna,
Vera Kronenthal, ist seit langem in den Regisseur
verliebt und will sich seinetwegen scheiden lassen.
Aber obwohl Wischnewsky einem Verhältnis nicht
abgeneigt ist, denkt er gar nicht daran, sich an
Vera zu binden, zumal er selbst auch noch verheiratet
ist. Außerdem interessiert ihn die Darstellerin
der Elvira, Beate Weber, viel mehr als Vera. Doch
die lässt ihn abblitzen, gerade als er meint,
sein Ziel erreicht zu haben. Die Premiere wird ein
großer Erfolg. Aber Don Juan Wischnewsky kann`s
nicht lassen: Schon probiert er mit der Darstellerin
der Zerline die Zweitbesetzung ...
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