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John H. Claudius ist der Sohn des im letzten Kriegsjahr
des Zweiten Weltkrieges auf mysteriöse Weise
ums Leben gekommenen Rüstungsindustriellen
Johannes Claudius. Als John 1959 aus dem amerikanischen
Exil ins Ruhrgebiet heimkehrt, findet er in einem
Geheimsafe seines Vaters ein Tagebuch, in dem dieser
seinen Bruder Paul bezichtigt, ihn ermorden zu wollen
und ein Verhältnis mit seiner Frau Gertrud
zu haben. Bei einem Abendessen eckt John mit der
Bemerkung an, dass Gertrud und Paul es nach dem
Tod seines Vaters wohl sehr eilig mit der Heirat
hatten. Die Stimmung ist gereizt.
Während John vergeblich nach stichhaltigen
Beweisen für den Mord seines Onkels an seinem
Vater sucht, verliebt er sich in die labile Fee
von Pohl. Um seinen kühlen Onkel aus der Reserve
zu locken, inszeniert John mit Hilfe seines Freundes
Mike R. Krantz ein Ballettstück, in dem er
den möglichen Tathergang auf der Bühne
nachstellt. Paul reagiert, indem er bei dem Psychiater
Max von Pohl ein fingiertes ärztliches Gutachten
in Auftrag gibt, mit dem John in eine geschlossene
Anstalt eingewiesen werden soll. In letzter Sekunde
durchschaut John die Intrige. Als er seinem Onkel
im Beisein der Mutter die Wahrheit ins Gesicht sagt,
kommt es zu einem Handgemenge, in dem sich ein Schuss
löst ...
Vor dem Hintergrund einer unwirtlich-winterlichen,
halbzerstörten Industrielandschaft zeichnet
Helmut Käutner in seiner sehr freien "Hamlet"-Adaption
"Der Rest ist Schweigen" ein bemerkenswert
akkurates Porträt der bundesdeutschen Gesellschaft
in den späten 50er Jahren, schwankend zwischen
unbewältigter Nazi-Vergangenheit und Wiederaufrüstung,
zwischen Ruinen und neuen Fassaden.
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