Des Teufels General

Deutscher Spielfilm von 1954
Regie Helmut Käutner
Drehbuch Georg Hurdalek und Helmut Käutner, nach dem Theaterstück von Carl Zuckmayer
Musik Archivmaterial
Kamera Albert Benitz
Darsteller General Harry Harras - Curd Jürgens
SS-Gruppenführer Schmidt-Lausitz - Viktor de Kowa
Dorothea ‚Diddo' Geiss - Marianne Koch
Oberstingenieur Karl Oderbruch - Karl John
Waltraud Mohrungen - Eva-Ingeborg Scholz
Olivia Geiss - Camilla Spira
Anne Eilers - Erica Balqué
Kommodore Friedrich Eilers - Albert Lieven
Fahrer Korrianke - Paul Westermeier
Generaldirektor Mohrungen - Carl Ludwig Diehl
u. a.

Deutschland, Dezember 1941. Hitlers Armee hat die Welt in einen fürchterlichen Krieg gestürzt. Die Führung der gefürchteten SS, die alles versucht, um die Macht im Land zu übernehmen, sucht aus strategischen Gründen die Nähe des berühmten Fliegergenerals Harras. Harras, ein passionierter Pilot, ist nicht nur ein weltgewandter, eleganter Charmeur, sondern auch ein unverbesserlicher Spötter, der außer seiner Fliegerei nichts ernst zu nehmen scheint - am wenigsten die braunen Machthaber im Land.

So kommt es, dass er den SS-Gruppenführer Schmidt-Lausitz, der Harras für seine Ziele gewinnen will, voller Verachtung abblitzen lässt. In der gleichen Nacht schlägt er die Warnungen seines Freundes Oderbruch in den Wind, der ihm rät zu fliehen, da die SS ihn verhaften wolle. Tatsächlich wird Harras bei seiner Heimkehr von der Gestapo festgenommen. In ihren Folterkellern soll er gefügig gemacht werden. Zugleich will die SS an dem widerspenstigen General ein Exempel statuieren: Künftig soll es niemand mehr wagen, sich den Forderungen der Mördertruppe zu widersetzen.

Als Harras nach 14 Tagen freigelassen wird, ist er ein anderer Mann. Er weiß nun, dass er durch seine heldenhafte Zeit bei der deutschen Armee einen fatalen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat - einen Pakt, den es nun zu brechen gilt! Daher schützt er seinen Kameraden Oderbruch, der einen tödlichen Konstruktionsfehler an den deutschen Armee-Flugzeugen verschweigt, damit Hitlers Regime den Krieg verliert. Als Schmidt-Lausitz Harras zwingt, ein Rücktrittsgesuch zu unterschreiben, eskaliert die Situation. Der Flieger jagt den arroganten Emporkömmling mit vorgehaltener Waffe aus dem Zimmer. Doch anstatt zu fliehen, steigt "des Teufels General" mit einer der fehlerhaften Maschinen in die Lüfte, um sich in den Tod zu stürzen.

Mit "Des Teufels General" ist Regie-Altmeister Helmut Käutner eine meisterhafte Carl-Zuckmayer-Adaption geglückt. Schon kurz nach seiner Erstaufführung galt der Film als ein Klassiker unter den Zuckmayer-Verfilmungen. Die packende Wirkung des Films ist freilich nicht zuletzt dem grandiosen Hauptdarsteller Curd Jürgens sowie dem gesamten Schauspielensemble zu verdanken, zu dem auch Marianne Koch in der Rolle der politisch bewussten Schauspielerin Diddo Geiss gehört.

Bisher auf das Rollenklischee des lieben Mädchens im deutschen Film festgelegt, bewies sie, dass sie auch dramatische Rollen spielen kann. Für diese Leistung erhielt sie 1955 den Bundesfilmpreis und das goldene Bambi.
   

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