Himmel ohne Sterne

Deutscher Spielfilm von 1955
Regie Helmut Käutner
Drehbuch Helmut Käutner
Musik Bernhard Eichhorn
Kamera Kurt Hasse
Darsteller Carl Altmann - Erik Schumann
Anna Kaminski - Eva Kotthaus
Willi Becker - Georg Thomalla
Mischa Bjelkin - Horst Buchholz
Otto Friese - Gustav Knuth
Elsbeth Friese - Camilla Spira
Großvater Kaminski - Erich Ponto
Großmutter Kaminski - Lucie Höflich
Jochen Kaminski - Rainer Stangl
Hüske - Siegfried Lowitz
Inspektor Hoffmann - Otto Wernicke
Edgar Bröse - Wolfgang Neuss
Direktor Klütsch - Paul Bildt
und andere

Broditz ist ein kleiner Ort in Thüringen an der innerdeutschen Grenze im Jahr 1952. Hier lebt die Textilarbeiterin Anna Kaminski. Sie hatte sich kurz vor Kriegsende in Gerhard Friese verliebt. Doch dem jungen Paar blieb keine Zeit zu heiraten, Gerhard fiel an der Front. Anna bekam ein Kind. Auf Druck von Gerhards Eltern, die auf der anderen Seite der Grenze leben, ließ sie ihnen das Sorgerecht für den kleinen Jochen 1949 notariell überschreiben. Sie glaubte, das Beste für ihn zu tun. Doch die Sehnsucht nach dem Kind ist zu groß. So durchschwimmt sie 1952 die Saale - offensichtlich nicht zum ersten Mal - um den Sohn zu sehen. Dabei lernt sie den westdeutschen Grenzer Carl Altmann kennen.

Otto Friese und seine Frau zeigen sich wenig erfreut über den Besuch, zumal die junge Frau erklärt, sie wolle den Jungen mitnehmen. Notgedrungen macht sich Anna nachts mit dem Kind aus dem Staub, verliert ihn aber an der Grenze. Carl Altmann ignoriert alle Dienstvorschriften und bringt der Mutter den Jungen in den Osten nach Broditz, wo Anna im Haus ihrer Großeltern wohnt. Familie Friese erstattet Anzeige wegen Kindesentführung. Damit beginnen zusätzliche Schwierigkeiten für Anna und Carl, die sich ineinander verliebt haben. Carl verliert seine Stelle bei der Grenzpolizei. Immer wieder überqueren Carl und Anna heimlich die Grenze. Meist treffen sie sich in der Ruine eines aufgelassenen Bahnhofs im Niemandsland. Allmählich wird diese Grenze immer schärfer bewacht und befestigt. Das Paar beschließt, im Westen gemeinsam einen neuen Anfang zu wagen. Auch Jochen und Annas Großeltern sollen mitkommen. Der Fluchtversuch scheitert. Aus Angst hat Carl einen russischen Soldaten getötet und einen Großalarm ausgelöst. Er wusste nicht, dass Mischa Bjelkin für Anna und ihr Kind gerade eine offizielle Erlaubnis, in den Westen zu reisen, übergeben wollte.

Mit "Himmel ohne Sterne" schrieb und inszenierte Helmut Käutner einen der ganz raren Spielfilme jener Zeit, die sich mit der Spaltung Deutschlands auseinandersetzten. "Das mehrfach preisgekrönte Drama macht das Problem der Teilung Deutschlands und den Widersinn der aufgezwungenen Grenze ... sinnfällig", schreibt dazu das internationale Lexikon des Films.
   

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