Wir machen Musik

Deutscher Spielfilm von 1942
Regie Helmut Käutner
Drehbuch Helmut Käutner
Musik Peter Igelhoff und Adolf Steimel
Kamera Jan Roth
Darsteller Anni Pichler - Ilse Werner
Karl Zimmermann - Viktor de Kowa
Trude, Annis Freundin - Edith Oss
Franz Sperling - Georg Thomalla
Peter Schäfer - Rolf Weih
Monika Bratzberger - Grethe Weiser
Hugo Bratzberger - Kurt Seifert
Pröschke, Restaurantbesitzer - Viktor Janson
Frau Zierbarth - Lotte Werkmeister
Kellner Neumann - Konrad Cappi
und andere

Der erfolglose Komponist Karl Zimmermann hält sich mit Klavierstunden mehr schlecht als recht über Wasser. Sein Traum ist die Komposition einer großen Oper. Er heiratet seine Schülerin Anni, die eher der leichten Musik zugetan ist. Als die Uraufführung seiner Oper zu einem Fiasko wird, gerät die Ehe in eine ernste Krise.

"Wir machen Musik" gilt als eine der erfolgreichsten Komödien von Helmut Käutner. Schnell, witzig und mit einer für damals seltenen Beiläufigkeit erzählt Käutner die Geschichte seines ungleichen Musikerpärchens, gespielt von Ilse Werner und Viktor de Kowa, der am 8. März 2004 100 Jahre alt geworden wäre.

In Ilse Werner fand der Regisseur seine Idealbesetzung. Die Schauspielerin, am 11. Juli 1921 in Batavia (Jakarta) auf Java geboren, wollte von Kindheit an zum Film. Mit ihrem Leinwanddebüt 1938, "Das Leben kann so schön sein", eroberte sie auf Anhieb die Herzen des Publikums. Nicht nur dank ihrer erfrischenden Schönheit und ihres schauspielerischen Talents, sondern auch mit "Pfiff". Die Lieder, die sie pfiff, wurden ausnahmslos zu Evergreens. Zu den schönsten Rollen von Ilse Werner zählen neben der Anni Pichler das höhere Töchterchen in "Bel Ami", die Titelrolle als "schwedische Nachtigall", die verwunschene Prinzessin in "Münchhausen" und das junge Mädchen zwischen Hans Albers und Hans Söhnker in Käutners Meisterwerk "Große Freiheit Nr. 7", das erst nach Kriegsende in Deutschland aufgeführt wurde.

Wie so viele Stars der Dreißiger- und Vierzigerjahre erlebte auch sie einen Karriereknick. Sie ging nach Amerika, doch 1950 holte sie Viktor de Kowa, ihr Partner aus "Wir machen Musik", zurück nach Deutschland. Bis 1955 war sie auf der deutschen Leinwand zu sehen, u. a. in "Die gestörte Hochzeitsnacht" oder "Königin einer Nacht". Das Fernsehen gab ihr die Mutterrolle in der Serie "Die Bräute meiner Söhne". Anfang der Neunzigerjahre eroberte sie nach langer Pause als vitale Hebamme in "Eine Frau mit Pfiff" und als vergessener ehemaliger Gesangsstar in dem preisgekrönten Film "Die Hallo-Sisters" von neuem den Bildschirm. Im Alter von 84 Jahren starb sie am 8. August .
   

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