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Der erfolglose Komponist Karl Zimmermann hält
sich mit Klavierstunden mehr schlecht als recht
über Wasser. Sein Traum ist die Komposition
einer großen Oper. Er heiratet seine Schülerin
Anni, die eher der leichten Musik zugetan ist. Als
die Uraufführung seiner Oper zu einem Fiasko
wird, gerät die Ehe in eine ernste Krise.
"Wir machen Musik" gilt als eine der erfolgreichsten
Komödien von Helmut Käutner. Schnell,
witzig und mit einer für damals seltenen Beiläufigkeit
erzählt Käutner die Geschichte seines
ungleichen Musikerpärchens, gespielt von Ilse
Werner und Viktor de Kowa, der am 8. März 2004
100 Jahre alt geworden wäre.
In Ilse Werner fand der Regisseur seine Idealbesetzung.
Die Schauspielerin, am 11. Juli 1921 in Batavia
(Jakarta) auf Java geboren, wollte von Kindheit
an zum Film. Mit ihrem Leinwanddebüt 1938,
"Das Leben kann so schön sein", eroberte
sie auf Anhieb die Herzen des Publikums. Nicht nur
dank ihrer erfrischenden Schönheit und ihres
schauspielerischen Talents, sondern auch mit "Pfiff".
Die Lieder, die sie pfiff, wurden ausnahmslos zu
Evergreens. Zu den schönsten Rollen von Ilse
Werner zählen neben der Anni Pichler das höhere
Töchterchen in "Bel Ami", die Titelrolle
als "schwedische Nachtigall", die verwunschene
Prinzessin in "Münchhausen" und das
junge Mädchen zwischen Hans Albers und Hans
Söhnker in Käutners Meisterwerk "Große
Freiheit Nr. 7", das erst nach Kriegsende in
Deutschland aufgeführt wurde.
Wie so viele Stars der Dreißiger- und Vierzigerjahre
erlebte auch sie einen Karriereknick. Sie ging nach
Amerika, doch 1950 holte sie Viktor de Kowa, ihr
Partner aus "Wir machen Musik", zurück
nach Deutschland. Bis 1955 war sie auf der deutschen
Leinwand zu sehen, u. a. in "Die gestörte
Hochzeitsnacht" oder "Königin einer
Nacht". Das Fernsehen gab ihr die Mutterrolle
in der Serie "Die Bräute meiner Söhne".
Anfang der Neunzigerjahre eroberte sie nach langer
Pause als vitale Hebamme in "Eine Frau mit
Pfiff" und als vergessener ehemaliger Gesangsstar
in dem preisgekrönten Film "Die Hallo-Sisters"
von neuem den Bildschirm. Im Alter von 84 Jahren
starb sie am 8. August .
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