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Eine Wette unter Männern soll den Stein ins
Rollen gebracht haben. August der Starke, dem Wein
und den Frauen außerordentlich zugetan, benötigt
dringend Trost und Ablenkung, um den zeitweiligen
Verlust seiner polnischen Krone durch den Nordischen
Krieg und die Besetzung seines Kurfürstentums
Sachsen durch den Schweden Karl XII. zu vergessen.
Ein Gelage in fortgeschrittener Stimmung und der
Finanzminister Graf von Hoym lässt sich zur
Behauptung provozieren, seine Gemahlin sei schöner
als die derzeitige Favoritin August des Starken.
Anna von Hoym besteht den Vergleich. Ihr Gemahl
gewinnt die Wette und verliert seine Frau. Anna
aber will mehr sein als Augusts Mätresse. Sie
ringt August ein schriftliches Eheversprechen ab.
Damit wird sie, die nun den Titel einer Gräfin
Cosel trägt, zu einem gefährlichen und
gefährdeten Stein im politischen Schachspiel
am Sächsischen Hof, denn bereits vor ihrem
Aufstieg besaß sie am Hof mehr Feinde als
Freunde. Während August nach Polen reist, um
seine verlorene Königskrone zurückzuerobern,
bleibt die Cosel in Sachsen zurück. Ihren Platz
in Polen nimmt durch den Einfluss der Höflinge
bald Gräfin Dönhoff ein. Die Bemühungen
der Cosel, die Gunst Augusts, der sich innerlich
bereits von ihr entfernt hat, zurückzugewinnen,
scheitern.
Von ihrem Verbannungsort Pillnitz aus unternimmt
die ehrgeizige und wenig kompromissbereite Gräfin
einen verhängnisvollen Schritt. Sie flieht
ins spartanische Preußen und wird damit zu
einer Gefahr für August, der ihre Indiskretion
fürchtet. Doch von Friedrich Wilhelm I. Hilfe
zu erwarten, ist mehr als töricht - wie die
Cosel zu spät erkennt.
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