Gräfin Cosel

Zweiteiliger DDR-Fernsehfilm von 1985/1987
Regie Hans-Joachim Kasprzik
Drehbuch Albrecht Börner
Musik Karl-Ernst Sasse
Kamera Horst Hardt
Darsteller Anna Constantia von Hoym, spätere Gräfin Cosel - Marzena Trybala
August II., König von Polen - Dietrich Körner
Graf Jacob Heinrich von Flemming - Alfred Struwe
Rittmeister Olaf von Rosen - Jan Spitzer
Wackerbarth - Günter Wolf
Adolf Magnus Freiherr von Hoym - Klaus Piontek
Karl XII., König von Schweden - Jörg Kleinau
Gräfin Henriette Amalie Reuss - Bozidara Turzonovova
Friedrich von Vitzthum - Hans Knötzsch
Graf Schulenburg - Fred Alexander
und andere

Eine Wette unter Männern soll den Stein ins Rollen gebracht haben. August der Starke, dem Wein und den Frauen außerordentlich zugetan, benötigt dringend Trost und Ablenkung, um den zeitweiligen Verlust seiner polnischen Krone durch den Nordischen Krieg und die Besetzung seines Kurfürstentums Sachsen durch den Schweden Karl XII. zu vergessen. Ein Gelage in fortgeschrittener Stimmung und der Finanzminister Graf von Hoym lässt sich zur Behauptung provozieren, seine Gemahlin sei schöner als die derzeitige Favoritin August des Starken.

Anna von Hoym besteht den Vergleich. Ihr Gemahl gewinnt die Wette und verliert seine Frau. Anna aber will mehr sein als Augusts Mätresse. Sie ringt August ein schriftliches Eheversprechen ab. Damit wird sie, die nun den Titel einer Gräfin Cosel trägt, zu einem gefährlichen und gefährdeten Stein im politischen Schachspiel am Sächsischen Hof, denn bereits vor ihrem Aufstieg besaß sie am Hof mehr Feinde als Freunde. Während August nach Polen reist, um seine verlorene Königskrone zurückzuerobern, bleibt die Cosel in Sachsen zurück. Ihren Platz in Polen nimmt durch den Einfluss der Höflinge bald Gräfin Dönhoff ein. Die Bemühungen der Cosel, die Gunst Augusts, der sich innerlich bereits von ihr entfernt hat, zurückzugewinnen, scheitern.

Von ihrem Verbannungsort Pillnitz aus unternimmt die ehrgeizige und wenig kompromissbereite Gräfin einen verhängnisvollen Schritt. Sie flieht ins spartanische Preußen und wird damit zu einer Gefahr für August, der ihre Indiskretion fürchtet. Doch von Friedrich Wilhelm I. Hilfe zu erwarten, ist mehr als töricht - wie die Cosel zu spät erkennt.
   

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