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Es ist die Zeit des Prager Frühlings: Der hochbegabte
Prager Chirurg Tomas ist ein phantasievoller und
zärtlicher Liebhaber, dem keine Frau widerstehen
kann. Eines Tages begegnet er in einem Kurort der
jungen Kellnerin Teresa. Beide fühlen sich
zueinander hingezogen, doch Tomas kehrt nach Prag
und zu seiner kapriziösen Geliebten, der Malerin
Sabina, zurück, die wie er den Sex liebt, Liebe
und Bindungen aber ablehnt. Doch als Teresa Tomas
in Prag besucht, ist das der Auftakt zu einer Beziehung,
wie sie der eingeschworene Don Juan noch nie erlebt
hat. Tomas und Teresa heiraten. Der Prager Frühling
verspricht einen Sozialismus mit menschlichem Antlitz,
doch der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes
im August 1968 zerstört alle Träume.
Als Teresa, der Sabina einen Job als Bildreporterin
bei einer Illustrierten vermittelt hatte, die ohnmächtigen
Proteste der Prager fotografiert, muss sie erleben,
dass ihre beschlagnahmten Aufnahmen von den Besatzern
zur Identifizierung missliebiger Personen missbraucht
werden. Tomas und Teresa folgen Sabina in die Schweiz,
das Heimweh aber treibt sie bald zurück. Konfrontiert
mit dem alten Unterdrückungsapparat, ziehen
sie sich aufs Land zurück.
Die stilistisch eigenwillige Adaption des Milan-Kundera-Romans,
von Ingmar Bergmans langjährigem Kameramann
Sven Nykvist glänzend gefilmt, verbindet die
Dreiecksbeziehung Tomas - Teresa - Sabina virtuos
mit dem zeitgeschichtlichen Kontext. Ein Höhepunkt
des Films ist die Darstellung der Okkupation aus
der Sicht der Betroffenen, wobei dokumentarische
und fiktive Sequenzen kunstvoll miteinander verwoben
sind. Das Netzwerk erotischer Spannungsfelder hat
der Film in betörende Bildpassagen um die schöne
Malerin Sabina umgesetzt, als Gegenfigur zu Teresa,
die Geborgenheit in der Liebe sucht und über
Tomas' Verhalten manchmal zu verzweifeln droht.
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