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Äußerlich könnten sie Zwillinge
sein. Aber wirklich nur äußerlich. Der
arbeitslose, desillusionierte Werkzeugmacher Erwin
Strunz und der dynamische, von der Macht berauschte
Ministerpräsident Uwe Achimsen. Während
der Politiker mitsamt Gattin Heide in Kärnten
Urlaub macht, sind Erwin und seine Ehefrau Erika
ebenfalls auf dem Weg in den Urlaub an der Ostsee.
Als sie in der Landeshauptstadt kurz Halt machen,
verordnet Erika ihrem Gatten einen Gang zum Friseur.
Das hat schwerwiegende Folgen: Jeder hält ihren
Erwin jetzt für den Ministerpräsidenten
Achimsen.
Ehe der Arbeitslose sich versieht, sitzt er schon
in dessen großzügigem Büro und soll
Entscheidungen treffen. Mit Hilfe der leicht überforderten
Aushilfssekretärin Gundula Sieveking hat er
bald den Überblick über seine Aufgaben
und konzentriert sich auf das Wesentliche, die Rettung
von Arbeitsplätzen. Wer könnte schließlich
besser als er wissen, wie frustrierend Arbeitslosigkeit
ist! Nicht nur sein plötzliches Engagement
für die Rettung der maroden Werft macht seine
politischen Freunde und Gegner stutzig, auch sein
Privatleben rückt zunehmend in den Mittelpunkt
des öffentlichen Interesses. Der Ministerpräsident
zeigt sich ganz ungeniert mit einer neuen Frau,
die natürlich niemand anderes ist als seine
Erika. Der Presserummel stört Erwin nicht weiter,
aber als aus Berlin die Nachricht kommt, dass er
den erkrankten Bundespräsidenten beim Besuch
der englischen Queen vertreten soll, beginnt er
sich doch zu fragen, wie weit er das Spiel noch
treiben soll.
"Der Job seines Lebens" ist komödiantisches
Vergnügen auf höchstem Niveau: maßlos
übertreibend - und dennoch ganz dicht an der
Wirklichkeit. In der Doppelrolle des Arbeitslosen
und Ministerpräsidenten brilliert der Dresdner
Schauspieler und Kabarettist Wolfgang Stumph. Er
feierte am 31. Januar 2011 seinen 65. Geburtstag.
Wolfgang Stumph ist einer der beliebtesten deutschen
Schauspieler - allein vier Mal wurde er in den letzten
15 Jahren mit dem Publikumspreis "Goldene Henne"
ausgezeichnet. Er gilt als Prototyp des Sachsen,
der nach eigener Aussage "ein bissel schwejkisch"
ist, er bezaubert durch seinen Charme und seine
Bodenständigkeit.
Wolfgang Stumph kommt erst mit 37 Jahren zur Schauspielerei.
Seinen Einstand gibt er auf der Bühne des Dresdner
Kabaretts "Die Herkuleskeule". Ende der
1980er-Jahre gelingt ihm der Sprung in die Fernsehunterhaltung
mit komödiantischen Gastauftritten als "Beutelgermane
Stumpi" mit DDR-typischem Dederon-Beutel in
Gunther Emmerlichs "Showkolade". Den großen
Durchbruch bringt ihm 1991 der erfolgreiche Kinofilm
"Go Trabi Go". Mit ihm als Deutschlehrer
Udo Struutz, der auf den Spuren Goethes reist, erreicht
der Film Kultstatus.
Seinen zweiten großen Erfolg feiert Wolfgang
Stumph mit der Sitcom "Salto postale"
in der Rolle des Wolfgang "Wolle" Stankoweit,
eines Postbeamten aus dem fiktiven Dorf Niederbörnicke
in Brandenburg. Seit 1995 gibt er den Kommissar
Stubbe in der Krimi-Reihe "Stubbe - Von Fall
zu Fall", die zu den erfolgreichsten Formaten
des ZDF gehört. Daneben tritt Wolfgang Stumph
in vielen TV- und Kinofilmen auf, erinnert sei an
"Ein Stück vom Glück" (2001)
und "Eine Liebe in Königsberg" (2006).
Seit Jahren engagiert er sich für ein Kinderheim
im sächsischen Volkersdorf und einen Dresdner
Förderkreis für krebskranke Kinder. Auch
ist er Kuratoriumsmitglied der Dresdner Kinderhilfe
sowie seit 2000 ehrenamtlicher Mitarbeiter für
UNICEF.
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