Der Job seines Lebens

Spielfilm Deutschland 2003
Regie Rainer Kaufmann
Drehbuch Claus Tinney
Musik Annette Focks
Kamera Klaus Eichhammer
Darsteller Erwin Strunz/Uwe Achimsen - Wolfgang Stumph
Erika Strunz - Katharina Thalbach
Heide Achimsen - Katja Riemann
Gundula Sieveking - Deborah Kaufmann
Uschi Paschke - Ingeborg Westphal
Reinhard Paschke - Manfred Möck
Protokollchefin Stoltenbeck - Ulrike Krumbiegel
Referent Delbrück - Devid Striesow
Minister Neuenfels - Bernhard Schütz
Heike Achimsen - Stephanie Stumph
und andere

Äußerlich könnten sie Zwillinge sein. Aber wirklich nur äußerlich. Der arbeitslose, desillusionierte Werkzeugmacher Erwin Strunz und der dynamische, von der Macht berauschte Ministerpräsident Uwe Achimsen. Während der Politiker mitsamt Gattin Heide in Kärnten Urlaub macht, sind Erwin und seine Ehefrau Erika ebenfalls auf dem Weg in den Urlaub an der Ostsee. Als sie in der Landeshauptstadt kurz Halt machen, verordnet Erika ihrem Gatten einen Gang zum Friseur. Das hat schwerwiegende Folgen: Jeder hält ihren Erwin jetzt für den Ministerpräsidenten Achimsen.

Ehe der Arbeitslose sich versieht, sitzt er schon in dessen großzügigem Büro und soll Entscheidungen treffen. Mit Hilfe der leicht überforderten Aushilfssekretärin Gundula Sieveking hat er bald den Überblick über seine Aufgaben und konzentriert sich auf das Wesentliche, die Rettung von Arbeitsplätzen. Wer könnte schließlich besser als er wissen, wie frustrierend Arbeitslosigkeit ist! Nicht nur sein plötzliches Engagement für die Rettung der maroden Werft macht seine politischen Freunde und Gegner stutzig, auch sein Privatleben rückt zunehmend in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Der Ministerpräsident zeigt sich ganz ungeniert mit einer neuen Frau, die natürlich niemand anderes ist als seine Erika. Der Presserummel stört Erwin nicht weiter, aber als aus Berlin die Nachricht kommt, dass er den erkrankten Bundespräsidenten beim Besuch der englischen Queen vertreten soll, beginnt er sich doch zu fragen, wie weit er das Spiel noch treiben soll.

"Der Job seines Lebens" ist komödiantisches Vergnügen auf höchstem Niveau: maßlos übertreibend - und dennoch ganz dicht an der Wirklichkeit. In der Doppelrolle des Arbeitslosen und Ministerpräsidenten brilliert der Dresdner Schauspieler und Kabarettist Wolfgang Stumph. Er feierte am 31. Januar 2011 seinen 65. Geburtstag. Wolfgang Stumph ist einer der beliebtesten deutschen Schauspieler - allein vier Mal wurde er in den letzten 15 Jahren mit dem Publikumspreis "Goldene Henne" ausgezeichnet. Er gilt als Prototyp des Sachsen, der nach eigener Aussage "ein bissel schwejkisch" ist, er bezaubert durch seinen Charme und seine Bodenständigkeit.

Wolfgang Stumph kommt erst mit 37 Jahren zur Schauspielerei. Seinen Einstand gibt er auf der Bühne des Dresdner Kabaretts "Die Herkuleskeule". Ende der 1980er-Jahre gelingt ihm der Sprung in die Fernsehunterhaltung mit komödiantischen Gastauftritten als "Beutelgermane Stumpi" mit DDR-typischem Dederon-Beutel in Gunther Emmerlichs "Showkolade". Den großen Durchbruch bringt ihm 1991 der erfolgreiche Kinofilm "Go Trabi Go". Mit ihm als Deutschlehrer Udo Struutz, der auf den Spuren Goethes reist, erreicht der Film Kultstatus.

Seinen zweiten großen Erfolg feiert Wolfgang Stumph mit der Sitcom "Salto postale" in der Rolle des Wolfgang "Wolle" Stankoweit, eines Postbeamten aus dem fiktiven Dorf Niederbörnicke in Brandenburg. Seit 1995 gibt er den Kommissar Stubbe in der Krimi-Reihe "Stubbe - Von Fall zu Fall", die zu den erfolgreichsten Formaten des ZDF gehört. Daneben tritt Wolfgang Stumph in vielen TV- und Kinofilmen auf, erinnert sei an "Ein Stück vom Glück" (2001) und "Eine Liebe in Königsberg" (2006). Seit Jahren engagiert er sich für ein Kinderheim im sächsischen Volkersdorf und einen Dresdner Förderkreis für krebskranke Kinder. Auch ist er Kuratoriumsmitglied der Dresdner Kinderhilfe sowie seit 2000 ehrenamtlicher Mitarbeiter für UNICEF.
   

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