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Die Faust im Nacken
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Spielfilm
aus den USA von 1954
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| Regie |
Elia
Kazan |
| Drehbuch |
Budd Schulberg |
| Musik |
Leonard
Bernstein |
| Kamera |
Boris
Kaufman |
| Darsteller |
Terry
Malloy - Marlon Brando
Johnny Friendly - Lee J. Cobb
Edie Doyle - Eva Marie Saint
Pater Barry - Karl Malden
Charley Malloy - Rod Steiger
"Kayo" Dugan - Pat Henning
Glover - Leif Erickson
und andere
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Mit gnadenloser Härte hat sich der einstige
Hafenarbeiter Johnny Friendly seine Position als
örtlicher Gewerkschaftsboss erkämpft.
Es war ein langer, brutaler Weg dorthin - ein Weg,
der über Leichen führte. Auch heute schreckt
Johnny nicht davor zurück, seine Interessen
mit kriminellen Methoden durchzusetzen. An seiner
Seite thront Charley Malloy, der Johnny dabei hilft,
die Dockarbeiter zu kontrollieren und auszubeuten.
Unter ihnen ist auch Charleys jüngerer Bruder
Terry, ein willenloser Handlanger, der die Machenschaften
seines Bruders nicht hinterfragt - bis er mit ansehen
muss, wie ein junger Arbeiter von Johnnys Männern
ermordet wird. Er lernt Edie kennen, die ebenso
hübsche wie kämpferische Schwester des
Toten, die gemeinsam mit dem idealistischen Pater
Barry versucht, die verängstigten Arbeiter
zum Widerstand gegen Johnny zu bewegen. Terry verliebt
sich in Edie und warnt sie davor, Johnny und seinen
Männern in die Quere zu kommen. Ohne Erfolg.
Als wenig später ein weiterer Dockarbeiter
bei einem "Unfall" ums Leben kommt und
Johnnys Männer versuchen, Pater Barry mit Gewalt
einzuschüchtern, beginnt Terry zu rebellieren.
Nicht einmal sein Bruder Charley kann ihn beschwichtigen
- und ist kurz darauf ein toter Mann. Nun hat Terry
nichts mehr zu verlieren. Unterstützt von Edie
und Pater Barry macht er vor einem Untersuchungsausschuss
eine umfassende Aussage. Doch der hasserfüllte
Johnny und seine Männer warten bereits auf
den "Verräter"...
Der Klassiker "Die Faust im Nacken" ist
ein packendes Drama um Vertrauen, Loyalität
und Aufrichtigkeit. Neben den hervorragenden Darstellern
beeindruckt der Film vor allem durch sein großes
Gespür für Atmosphäre und die authentische
Zeichnung des Arbeitermilieus. Elia Kazans Meisterwerk,
eine bittere Anklage gegen Korruption und Ausbeutung,
wurde 1954 mit acht Oscars ausgezeichnet, darunter
die Preise für den "Besten Film",
die "Beste Regie", das "Beste Drehbuch"
und den "Besten Hauptdarsteller" Marlon
Brando. Er gilt als einer der bedeutendsten Schauspieler
der Filmgeschichte und mit "Die Faust im Nacken"
will das MDR-Fernsehen an seinen 1. Todestag am
1. Juli erinnern. "Marlon hat nie lernen
müssen, wie man spielt; er wusste es. Nichts
Menschliches war ihm fremd. Er hat das Talent zu
jeder Rolle". Das erkannte schon seine Lehrerin
Stella Adler in der Theaterwerkstatt der New School
of Social Research in New York. Sie verhalf ihm
zu seiner ersten Rolle, wenig später wurde
Regisseur Elia Kazan auf ihn aufmerksam und gab
ihm den Part des Stanley Kowalski im Tennessee-Williams-Stück
"Endstation Sehnsucht" am Broadway. Die
Premiere am 3. Dezember 1947 machte ihn über
Nacht zum Star. 1951 errang er mit der Verfilmung
des Stückes Weltruhm. Als "rebellischer
Star" und hochkarätiger Charakterdarsteller
etablierte er sich schnell in Hollywood, bekam mehrere
Oscarnominierungen, sein Stil wurde kopiert. Nach
"Die Faust im Nacken" drehte er eher enttäuschende
Unterhaltungsfilme aller Genres, um, wie Kritiker
meinen, "nicht mit sich selbst in Konkurrenz
zu treten". Doch mit Filmen wie "Der Pate"
(1972), "Der letzte Tango in Paris" (1973)
und "Apocalypse Now" (1979) bewies er
erneut seine außergewöhnliche Wandlungsfähigkeit.
Schwarz/weiß
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