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Hans Müller (Manfred Krug) aus Berlin befindet
sich mit seinem alten EMW auf Reisen im Thüringischen,
begleitet von dem ihn liebenden Fräulein Moritz
(Ursula Werner). Von Treue hält Hans nicht
viel, was zwischen den beiden immer wieder zu Streit
führt. Bei einem Besuch der Wartburg greift
Frau Venus (Inge Keller) empört ein und versetzt
den Leichtfuß kurzerhand ins Mittelalter -
zwecks Erkennung des wahren Wesens der Liebe.
Als Tannhäuser muss er sich nun am Hofe des
Landgrafen von Thüringen (Wolfgang Greese)
in einer illustren Schar von Minnesängern behaupten.
Natürlich kommt es zu allerlei Zusammenstößen
seines aufgeklärten Geistes mit den strengen
Liebes- und Lebensbräuchen von anno Tobac.
Sogar lebensgefährlich wird es - doch zum Glück
gibt es den Knappen Moritz, in dessen Wams ein liebend
Herz steckt und die allgegenwärtige Frau Venus
...
Eine mal romantisch-besinnliche, mal turbulent-heitere
Liebeskomödie der DEFA mit einem großen
Staraufgebot jener Jahre. Der Größte
unter ihnen Manfred Krug, der auch am Drehbuch mitschrieb
und so maßgeschneidert reitend, fechtend und
singend das Geschehen bestimmt. An seiner Seite
Ursula Werner - in ihrer ersten Rolle in einem DEFA-Film.
Die Schauspielschülerin aus Berlin war damals
23 - gestern feierte sie ihren 60. Geburtstag. Anfangs
stand die Schauspielerin - mit Berliner Mutterwitz
begabt - häufig in komisch burschikosen Rollen
vor der Kamera (u.a. "Seine Hoheit -Genosse
Prinz" 1970), später entwickelte sie sich
zu einer eindrucksvollen, fein nuancierenden Charakterdarstellerin.
Ihre größte Liebe gehört aber dem
Theater -seit 1974 spielt sie am Maxim Gorki Theater
in Berlin. In den letzten Jahren unterrichtet sie
auch an der Hochschule für Film und Fernsehen
"Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg und
an der Hochschule "Ernst Busch" in Berlin.
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