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Der Berliner Ralf Keul, beliebter Unterhaltungskünstler,
bekannt von Bühne, Funk und Fernsehen, hat
Sorgen. Als seine Frau Doris noch im zarten Mädchenalter
war, pachteten ihre Eltern für sie ein Grundstück
an der Ostsee. Doch nun muss dieses Grundstück
schnellstens bebaut werden. Ansonsten, so droht
der Bürgermeister des Badeortes, wird das Land
anderweitig vergeben. Zum Glück polstert ein
Lottogewinn Keuls Finanzen auf.
Platte, Radio, Bildschirm und Theater bringen zwar
nicht gerade wenig ein, aber nicht genug für
ein reetgedecktes Einfamilienhäuschen an der
See. Doch selbst dem allseits bekannten, erfolgsgewohnten
Keul bleibt die leidige Suche nach Handwerkern und
entsprechenden Materialien nicht erspart. Wenn es
ihm auch noch gelingt, die Damen der Baustoffversorgung
zu becircen - mit den Maurern gibt es schon Schwierigkeiten.
Bald sieht es auch mit dem Geld nicht mehr so rosig
aus. Schweren Herzens muss Rolf Keul seine Münzsammlung
an den umtriebigen Architekten, Herrn Paul, verkaufen,
um Handwerker, Material und die kostenintensiven
Fahrten vom Bau- zum Wohnort und zurück finanzieren
zu können.
Doch am Ende, nach körperlichen Strapazen,
beruflichem Ärger und überstandener Ehekrise,
steht das Häuschen. Frau und Töchter sind
begeistert, und - gemessen an dem sich plötzlich
zuhauf an der Ostsee einstellenden Besuch - merkt
Keul, wie viele liebe Freunde und Kollegen er doch
hat ...
Obwohl Rolf Herricht der beliebteste Komiker unter
den DDR-Schauspielern war, brauchte die DEFA mehr
als sieben Jahre, um ihm nach der Komödie "Der
Mann, der nach der Oma kam" (1971) erneut eine
Hauptrolle anzubieten. Aber immerhin hat Drehbuchautor
Kurt Belicke sie für Rolf Herricht maßgeschneidert,
und er konnte seine besten Komikerqualitäten
unter Beweis stellen. Doch wie sich die Filmkritikerin
Gisela Hartenthal erinnert, hatte Herricht bei der
Geschichte über die Schwierigkeiten eines DDR-Häuslebauers
auch seine Bauchschmerzen: "Machen wir es uns
nicht ein bisschen zu leicht? Wir lachen über
einen Mann, der einem Problem nicht gewachsen ist,
über das es eigentlich nichts zu lachen gibt.
Wir schütten mit unserem Humor ein Problem
zu, das viel tiefer liegt, statt seine Wurzeln freizulegen
..." (Filmspiegel 18/81). Doch das wenige an
DDR-Selbstkritik und die eigenen Erfahrungen, die
die Zuschauer einbringen konnten sowie die Glanzleistung
von Rolf Herricht in der Hauptrolle ließen
den Film zu einem Kinoerfolg werden. Leider war
es Rolf Herrichts letzter Film, er starb am 23.
August 1981 im Alter von nur 54 Jahren.
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