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Yoshitaka Nishi, ein ebenso erfahrener wie schweigsamer
Cop der Tokioter Polizei, ist nach einer Reihe schmerzlicher
Erlebnisse innerlich ausgebrannt: Vor Jahren schon
starb seine kleine Tochter, und nun muss er hinnehmen,
dass auch seiner an Leukämie erkrankten Frau
Miyuki nur noch wenig Zeit bleibt. Während
er im Krankenhaus die Hiobsbotschaft entgegennimmt,
wird sein langjähriger Kollege und Partner
Horibe im Einsatz zum Krüppel geschossen. Horibe
sitzt fortan im Rollstuhl und wird, da er die Familie
nicht mehr ernähren kann, von seiner Frau verlassen.
Um Horibe zu unterstützen, nimmt Nishi Geld
bei einem Kredithai auf - und bekommt es prompt
mit Yakuza-Gangstern zu tun, weil er die Summe nicht
rechtzeitig zurückzahlen kann. Um das Geld
aufzutreiben und seiner Frau einen letzten Urlaub
zu finanzieren, quittiert Nishi den Dienst und raubt
in aller Seelenruhe eine Bank aus. Obwohl Polizei
und Yakuza-Gangster - die ihre "Zinsen"
einfordern - nun gleichermaßen hinter ihm
her sind, lässt Nishi sich keine Sekunde aus
der Ruhe bringen. Mit der Entschlossenheit eines
"Dirty Harry" und der geistigen Überlegenheit
eines Zen-Meisters schüttelt er die Verfolger
wie lästige Fliegen ab. Seine Frau bekommt
davon nichts mit: Als liebevoller und amüsanter
Reisebegleiter zerstreut er mit Witzen und albernen
Späßen ihre Gedanken an den Tod. Und
auch das Ende der Reise hat Nishi schon geplant
...
"Hana-Bi - Feuerblume" ist ein virtuos
inszenierter, melancholischer Gangsterfilm, der
den Zuschauer ebenso verstört wie rührt.
Takeshi Kitano, der in Japan als Fernsehstar verehrt
und in Europa als kreativer Autorenfilmer gefeiert
wird, schuf als Darsteller-Regisseur einen poetischen
Gangsterfilm, dessen trauriger Held mit der Präzision
einer Maschine tötet - und sich trotzdem nichts
sehnlicher wünscht, als glücklich zu sein.
Mit seinen kunstvoll angeordneten Rückblenden
und seiner phantasievollen Verspieltheit ist Kitano
trotz unverhoffter Gewaltausbrüche kein Vertreter
des üblichen Genrekinos.
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