Rose unter Dornen

Zweiteiliger Spielfilm Deutschland/Österreich 2006
Regie Dietmar Klein
Drehbuch Rolf-René Schneider
Musik Klaus Pruenster
Kamera Hans Grimmelmann
Darsteller Simon Wahlberg - Heinz Hoenig
Sofie Winter/Wahlberg - Valerie Niehaus
Wolfgang Prinz - Thure Riefenstein
Alfred Steepenbreck - Richy Müller
Stefan Wahlberg - Horst-Günter Marx
Vicky - Sonja Kirchberger
Margarethe Wahlberg - Eva Pflug
Birgit Hollinghaus - Angela Roy
Konrad Hollinghaus - Michael Greiling
Friedrich Wilhelm Tietje - Gunter Berger
und andere

Teil 1
Sofie Winter, alleinerziehende Mutter des kleinen Sebastian, ist meistens im Stress. Ihr Verdienst als Telefonistin in einem Nobelhotel reicht nicht aus, weshalb die attraktive junge Frau nach Dienstschluss noch in einem Nachtclub kellnert. Den turbulenten Alltag bewältigt sie dank der Unterstützung ihres arbeitslosen Mitbewohners Alfred, der in Sofie verliebt ist und gerne in die Rolle des Ersatzvaters schlüpft. Eigentlich ist Sofie nicht abgeneigt, doch als sie wieder einmal zu spät zur Arbeit kommt, rennt sie ihrem Chef, dem Hotelbesitzer Simon Wahlberg, buchstäblich in die Arme. Simon ist ein exzentrischer Selfmademan mit dem Herz am rechten Fleck. Er kommt von ganz unten, hat aber trotz seines Reichtums nie die Bodenhaftung verloren.

Zwischen den beiden funkt es auf Anhieb, doch Sofie zweifelt, ob sie in die glamouröse Welt des Hotelkönigs passt. Simon lebt in einer Suite, liebt das Exklusive - und lehnt daher auch die Angebote des Billig-Reiseveranstalters Tietje ab, der sich durch eine Teilhaberschaft an Wahlbergs Nobelhotel Zugang zur Hamburger Upper Class erhofft. Aber Simon ist nicht nur Geschäftsmann, er versprüht auch einigen Charme, dem Sofie bald erliegt. Gegen den Willen von Simons geldgieriger Familie heiraten die beiden: sehr zum Missfallen von Simons Freundin Vicky, die mit allen Mitteln um Simon kämpft. In den Flitterwochen, die das Paar in Venedig verbringt, passiert das Unfassbare: Simon erleidet einen Herzinfarkt und bricht zusammen ...

Teil 2
Hotelkönig Simon Wahlberg ist kaum bestattet, als seine Familie, allen voran die geldgierige Mutter Margarethe, sich schon über das Millionenerbe hermachen will. Doch Wolfgang Prinz, Simons treuer Freund und loyaler Geschäftsführer, eröffnet Sofie, dass ihr Mann sie als Alleinerbin eingesetzt hat. Sofie trauert noch um ihren Mann und fühlt sich von dieser Entwicklung zunächst völlig überfordert. Doch Wolfgang überredet sie, das Erbe anzutreten, und mit seiner Unterstützung wächst Sofie allmählich in die Rolle der verantwortungsbewussten Hoteldirektorin hinein. Simons Familie schäumt vor Wut, vor allem sein notorisch erfolgloser Bruder Stefan versucht die ungeliebte Alleinerbin auszubooten. Überraschende Hilfe bekommt er von Simons Erzrivalen Tietje, der gerne mit Stefan ins Geschäft kommen will und ihm einen heißen Tipp gibt: Auf einer Pauschalreise in Mexiko hat Sofie vor fünf Jahren den Masseur Alexander Behrens geheiratet. Ein Ausrutscher, wie Sofie schmerzlich feststellen musste, denn der Kindsvater ihres Sohnes hat sich seither nicht mehr blicken lassen. Da aber die Vermählung urkundlich registriert wurde, sind Sofies spätere Heirat mit Simon ebenso wie ihre Erbansprüche ungültig. Die Wahlbergs triumphieren, doch die Freude der Erbschleicher währt nicht lange. Sofies treuer Freund Alfred, der inzwischen in Wahlbergs Hotel als Koch arbeitet, findet heraus, dass der zwielichtige Alexander Behrens etwas Interessantes zu verbergen hat.

"Rose unter Dornen" erzählt das spannende Finale der modernen Aschenputtel-Geschichte vor dem Hintergrund einer packenden Familiensaga um Liebe, Reichtum, Verrat und Drogen. Der mit großem Aufwand in Szene gesetzte Zweiteiler ist hervorragend besetzt. Gedreht wurde auf Sylt, in Venedig und in Hamburg. Regie führt Dietmar Klein nach einem Drehbuch von Rolf-René Schneider.
   

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