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Belorussland 1943. Mordend und brandschatzend ziehen
Soldaten der Waffen-SS durchs Land. Der Bauernjunge
Fljora will unbedingt zu den Partisanen, um die
Seinen zu verteidigen. Doch er kann sie genauso
wenig vor der Hölle des Krieges beschützen
wie das Mädchen Glascha, dem er im Wald begegnet,
oder die Bewohner des Dorfes Perechody, deren brutale
Vernichtung er mit ansehen muss. Fljora überlebt
das Massaker - in wenigen Tagen vom Kind zum alten
Mann geworden.
"Geh und sieh" des sowjetischen Regisseurs
Elem Klimow zeigt schonungslos wie kaum ein anderer
die Apokalypse des faschistischen Krieges. In kaum
zu ertragenden Bildern erzählt er von der Auslöschung
eines weißrussischen Dorfes durch die deutschen
Truppen - gesehen durch die Augen eines 14-jährigen
Jungen. Gespielt wird er von Alexej Krawtschenko.
Nicht zuletzt durch seine große darstellerische
Leistung werden der Schmerz, die Angst und das Entsetzen
vor dieser Orgie der Unmenschlichkeit für den
Zuschauer physisch nachvollziehbar. Als "düsteres
Requiem für alle Opfer des Krieges", wie
ein Kritiker schrieb, hinterlässt "Geh
und sieh" einen tiefen Eindruck.
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