Geh und sieh

Spielfilm aus der UdSSR von 1985
Regie Elem Klimow
Drehbuch Ales Adamowitsch und Elem Klimow,
Musik Oleg Jantschenko, Wolfgang Amadeus Mozart und Richard Wagner
Kamera Alexej Rodionow (Farbe, teilweise schwarz/weiß)
Darsteller Fljora - Alexej Krawtschenko
Glascha - Olga Mironowa
Kosatsch - Ljubomiras Lauciavicius
Rubesch - Wladas Bagdonas
Choch - Jurs Lumiste
Stein - Viktor Lorenz
Justin - Kasimir Rabezki
"Kadykasty" - Jewgeni Tilitschejew

Belorussland 1943. Mordend und brandschatzend ziehen Soldaten der Waffen-SS durchs Land. Der Bauernjunge Fljora will unbedingt zu den Partisanen, um die Seinen zu verteidigen. Doch er kann sie genauso wenig vor der Hölle des Krieges beschützen wie das Mädchen Glascha, dem er im Wald begegnet, oder die Bewohner des Dorfes Perechody, deren brutale Vernichtung er mit ansehen muss. Fljora überlebt das Massaker - in wenigen Tagen vom Kind zum alten Mann geworden.

"Geh und sieh" des sowjetischen Regisseurs Elem Klimow zeigt schonungslos wie kaum ein anderer die Apokalypse des faschistischen Krieges. In kaum zu ertragenden Bildern erzählt er von der Auslöschung eines weißrussischen Dorfes durch die deutschen Truppen - gesehen durch die Augen eines 14-jährigen Jungen. Gespielt wird er von Alexej Krawtschenko. Nicht zuletzt durch seine große darstellerische Leistung werden der Schmerz, die Angst und das Entsetzen vor dieser Orgie der Unmenschlichkeit für den Zuschauer physisch nachvollziehbar. Als "düsteres Requiem für alle Opfer des Krieges", wie ein Kritiker schrieb, hinterlässt "Geh und sieh" einen tiefen Eindruck.
   

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