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Auf dem Konzil in Konstanz 1415 beraten hohe kirchliche
Würdenträger darüber, mit welchem
der zwei Päpste sie es in Zukunft halten wollen
- dem in Rom oder dem in Avignon. Um nicht plötzlich
auf der Verliererseite zu stehen, taktiert der betagte
Erzbischof von Bordeaux, bislang Sympathisant des
Papstes von Avignon, und sucht den Kontakt zum Kurfürsten
von Bayern. Der Wittelsbacher nämlich hält
es mit Rom, weil er hofft, zum Kaiser gekrönt
zu werden.
Der Erzbischof schickt deshalb seinen Adlatus Philipp
aus, den Bayern zu suchen und zu ihm zu bringen.
Doch der amüsiert sich, wie alle anderen Kardinäle,
Bischöfe und Domherren des Konzils auch, mit
der schönen Imperia. Imperia ist die launenhafteste,
hoffärtigste Kurtisane der Stadt, sie hat aber
auch in allen Liebeskünsten die meiste Erfahrung
und ist deshalb begehrt. Angesichts Imperias üppiger
Reize wird auch der junge, bisher bibelfeste Mönch
schwach und vergisst neben seinem Auftrag auch die
eigene Mission - die Bekehrung der schönen
Imperia. Geschickt weiß der Jüngling
seine Vorteile zu nutzen, die angesehenen Nebenbuhler
auszustechen und dabei noch seinen Schnitt zu machen
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