|
Anno 1741 führt Bayern mit Hilfe des französischen
Königs Ludwig XV. Krieg gegen Österreich.
Der Grund ist wohl eine obskure Erbfolgegeschichte.
Jedenfalls besucht der König sein Heerlager
in einer deutschen Ortschaft namens Dreimahl. Dorthin
ist auch die Komödiantentruppe um den Draufgänger
Henri La Tour unterwegs. La Tour ist berühmt-berüchtigt
für seine beißenden Spottlieder über
den Adel. Natürlich singt er sie auch vor dem
König und den feinen Damen und Herren im Gefolge.
Während der König ihm Beifall zollt -
wohl auch, weil ihm die hübsche Komödiantin
Mirabelle gefällt, zu der er gleich ins Bett
zu steigen gedenkt - ist der Herzog Philippe de
Saint-Sever ob seiner Frechheit erzürnt. Er
lässt den Sänger auspeitschen, was diesen
wiederum so ärgert, dass er im gegenüberliegenden
österreichischen Heerlager die Königsstandarte
stiehlt - direkt aus Kaiserin Maria Theresias Schlafgemach.
Dafür heimst La Tour großes Lob des Königs
ein. Doch statt die als Lohn angebotenen 2.000 Goldstücke
für die mutige Tat anzunehmen, bittet er um
die Erlaubnis, sich mit Saint-Sever schlagen zu
dürfen. Das scheitert aber zunächst daran,
dass La Tour nicht von adeligem Stand ist, aber
der König weiß Abhilfe und schlägt
ihn eilends zum Ritter. So steht einem Duell nichts
mehr im Wege und die beiden erklärten Haudegen
langen vergnügt und kräftig zu. Doch es
gibt ein abruptes Ende - aus dem Hinterhalt stößt
unbemerkt Pérouge, der Privatsekretär
des Herzogs, seinem Herrn einen Dolch in den Rücken.
Sterbend bittet der Herzog nun La Tour, seine uneheliche
Tochter Antoinette in Paris zu suchen und sich um
sie zu kümmern. Natürlich kann La Tour
ihm diesen letzten Wunsch nicht abschlagen. Doch
La Tour muss Kopf und Kragen riskieren, um das Mädchen,
das von seiner Herkunft nichts weiß und unter
dem Namen Toinon als Dienstmagd für den Polizeispitzel
Nicolas Taupin arbeitet, in Sicherheit zu bringen,
damit sie ihr Erbe antreten kann. Zunächst
wird er aber als Mörder des Herzogs verfolgt
...
Ein ebenso elegantes wie spannendes Historienabenteuer,
das Georges Lampin in Szene setzte. Die Hauptrolle
spielt kein Geringerer als Jean Marais, der erfolgreichste
und charmanteste Mantel-und-Degen-Darsteller des
französischen Films. Einzige Deutsche im Team
ist Nadja Tiller.
|