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Die Männer würden einiges dafür geben,
um mit der attraktiven Norah Larkin auszugehen,
doch die treue Seele wartet geduldig auf die Rückkehr
ihrer großen Liebe George, der als Soldat
in Korea stationiert ist. Als er ihr eines Tages
brieflich mitteilt, dass er eine andere kennen gelernt
hat, ist Norah zutiefst enttäuscht und nimmt,
um ihren Kummer zu vergessen, spontan eine telefonische
Einladung zum Abendessen an, die eigentlich ihrer
umtriebigen Mitbewohnerin Crystal galt.
Prompt gerät die mit Männern unerfahrene
Telefonistin an den Schürzenjäger Harry
Prebble, einen halbseidenen Kunstmaler, der sie
in das pikfeine Restaurant "Blue Gardenia"
ausführt. Von hochprozentigen Cocktails beschwippst,
lässt Norah sich dazu überreden, Prebble
in seine Wohnung zu begleiten, wo er schließlich
aufdringlich wird. Norah greift zu einem Schürhaken
und versucht sich zu wehren. Beim Ausholen zertrümmert
sie einen Spiegel, in dessen Scherben das entsetzte
Gesicht des Wüstlings erscheint. An mehr kann
Norah sich nicht erinnern, als sie am nächsten
Morgen zu Hause mit einem Brummschädel erwacht
und entsetzt in den Schlagzeilen liest, dass Harry
Prebble erschlagen wurde.
Die Polizei findet am Tatort ein Paar Damenschuhe
und eine blaue Blüte. Der Starreporter Casey
Mayo wendet sich in einem offenen Brief an die unbekannte
Mörderin, die er "die blaue Gardenie"
nennt. Der Reporter verspricht ihr den besten Anwalt,
falls sie ihm die Exklusivrechte an ihrer "Story"
zusichert. Norah, von bohrenden Zweifeln geplagt,
ob sie tatsächlich eine Mörderin ist,
will auf sein Angebot eingehen. Aber ist Mayo wirklich
aufrichtig?
Altmeister Fritz Langs hochkarätig besetzter
Film Noir ist eine originelle Mischung aus subtilem
Psychothriller und gefühlvollem Kriminalmelodram.
Die Geschichte einer ungewöhnlichen Frau auf
der Suche nach ihrer verlorenen Erinnerung bleibt
dank einer ausgeklügelten Lichtregie bis zur
letzten Minute spannend.
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