Spike Lee's Spiel des Lebens

Spielfilm aus den USA von 1998
Regie Spike Lee
Drehbuch Spike Lee
Musik Aaron Copland
Kamera Malik Hassan Sayeed
Darsteller Jake Shuttlesworth - Denzel Washington
Jesus Shuttlesworth - Ray Allen
Dakota Burns - Milla Jovovich
Lala Bonilla - Rosario Dawson
Coleman "Booger" Sykes - Hill Harper
Wärter - Ned Beatty
Trainer - John Turturro
u. a.

"Spike Lee's Spiel des Lebens" ist ein virtuos inszeniertes Vater-Sohn-Drama, das der renommierte schwarze Filmemacher ("She's Gotta Have It"; "Malcolm X") sehr geschickt und ästhetisch reizvoll mit der Faszination für den Basketball-Sport verbindet. Dieses Spiel ist für Afroamerikaner oft der einzige Ausweg aus der Todesspirale von Drogen, Gewalt und Armut. Inwiefern die Spielregeln trotz allem von Weißen diktiert werden, davon handelt dieser kurzweilige Film, der sich bewusst auf eine geradlinige Spannungsdramaturgie einlässt. Der Oscar-Preisträger Denzel Washington ("Training Day"; "Malcolm X") und der NBA-Basketball-Star Ray Allen von den Milwaukee Bucks überzeugen als Darsteller und als Basketball-Spieler.

Als Coach Billy Sunday von der "Tech U" hat John Turturro ("O Brother, Where Art Thou") einen grandiosen Kurzauftritt. Jesus Shuttlesworth steht kurz vor seinem High-School-Abschluss. Vor ihm liegt die schwerste Entscheidung seines Lebens. Der junge Schwarze, der in den Sozialbauten von Coney Island aufgewachsen ist, zählt zu den umworbensten Nachwuchs-Basketballern. Die Sportagenten der NBA-Profiliga bedrängen ihn mit üppigen Präsenten, und vor allem die Colleges buhlen um das sportliche Aushängeschild.

In nur sieben Tagen endet die Einschreibungsfrist. Bei seiner Besichtigung der bevorzugten Universitäten wird Jesus überdeutlich vorgeführt, welche Privilegien man ihm einräumen will und was für eine erotische Wirkung ein Spitzensportler vor allem auf die weißen Mädchen auf dem Campus ausübt. Jesus steht mit seiner schweren Entscheidung völlig alleine, sogar seine Freundin Lala missbraucht sein Vertrauen, um den Basketballer zu einem Treffen mit einem Agenten zu überreden. In dieser prekären Situation taucht völlig überraschend Jesus' Vater Jake auf. Jesus hat mit seinem Vater gebrochen, der wegen Mordes an seiner Frau zu 15 Jahren Gefängnisverurteilt wurde, von denen er aber erst fünf abgesessen hat. Jake wurde für sieben Tage auf freien Fuß gesetzt, um die Entscheidung seines Sohnes zu beeinflussen: Für den Fall, dass Jesus sich für die Lieblings-Collegemannschaft des Gouverneurs entscheidet, hat man Jake vorzeitige Haftentlassung in Aussicht gestellt. Vater und Sohn beschließen, die Sache durch ein Spiel auszutragen, Mann gegen Mann ...
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved