Die letzten Tage von Pompeji

Spielfilm aus Italien, Spanien und der BRD von 1959
Regie Mario Bonnard und Sergio Leone
Drehbuch Ennio De Concini, Luigi Emmanuele, Sergio Leone, Duccio Tessari und Sergio Corbucci, frei nach dem Roman von Edward George Bulwer-Lytton
Musik Angelo Francesco Lavagnino
Kamera Antonio Ballesteros
Darsteller Glauco Leto - Steve Reeves
Elena - Christine Kaufmann
Priester der Isis - Fernando Rey
Nydia - Barbara Carroll
Julia Lavinia - Anne-Marie Baumann
Galleno - Mimmo Palmara
Ädil Ascanio - Guillermo Marín
Antonio Marco - Ángel Aranda
Olintho - Carlo Tamberlani
Caio, Glaucos Freund - Mario Morales
und andere

In Pompeji mehren sich die grausamen Überfälle auf Häuser der vornehmen Bürger der Stadt. Die Anwesen werden geplündert und in Brand gesteckt, ihre Bewohner niedergemetzelt. Die Christen der Stadt werden beschuldigt, hinter diesen brutalen Überfällen zu stecken. Auch die Familie des Centurio Glauco Leto, der mit seinen Freunden Caio, Marco und dem Besitzer einer Taverne in Pompeji nach einem siegreichen Feldzug in seine Heimatstadt zurückkehrt, wurde überfallen und ausgelöscht. Beim Ädil Ascanio, dem Oberhaupt Pompejis, dessen Tochter Elena er beim Einzug in die Stadt das Leben gerettet hat, setzt er sich für eine schnelle Aufklärung der Überfälle ein. Noch glaubt Glauco an die Mär von der Schuld der Christen, doch als der Dieb Antonio bei einem Prätorianer Diebesgut aus dem Hause Leto findet und sein Freund Marco im Tempel der Isis getötet aufgefunden wird, mehren sich seine Zweifel. In der Zwischenzeit hat der Prätorianer Galleno, der sich durch besondere Grausamkeit bei der Christenverfolgung auszeichnet, die Christen bei einer heimlichen Zusammenkunft überfallen und in die Folterkeller sperren lassen. Elena, in die sich Glauco verliebt hat, ist auch eine heimliche Christin. Sie kann Glauco endgültig von der Unschuld der Gläubigen überzeugen. Als sich Glauco auf den Weg nach Herculaneum macht, um bei Elenas Vater Ascanio Fürsprache für die Christen einzulegen, wird er unterwegs hinterhältig vom Priester der Isis und Galleno angegriffen, doch mit letzter Kraft schafft er es zu Ascanio. Er erklärt ihm, dass der Priester der Isis der Anführer der Mörderbande sei.

Während Glauco nach Pompeji zurückreitet, enthüllt Julia Lavinia ihrem Ehemann Ascanio ihr wahres Gesicht: Sie ist die Anführerin der Mörder, weil sie einst Rache geschworen hat für die Ermordung ihrer ägyptischen Vorfahren, und Ascanio benutzte sie nur als Instrument dazu. Sie erdolcht Ascanio, um Glauco anschließend in der Öffentlichkeit des Mordes an ihrem Mann zu beschuldigen. Als Elena Glauco verteidigt, wird auch sie als Christin überführt. Fast scheint es, als seien Julia und der Priester der Isis am Ziel ihres Rachefeldzugs angekommen: Elena und die anderen Christen sollen in der Arena den Löwen zum Fraß vorgeworfen werden, Glauco sitzt im Kerker. Doch es wird alles anders kommen, nicht zuletzt auch deshalb, weil es im Vesuv brodelt.

Regisseur Mario Bonnard hat Bulwer-Lyttons mehrfach verfilmten Roman mit großem Aufwand und eindrucksvollen Effekten inszeniert. Dramatischer Höhepunkt ist dabei der spektakuläre Vulkanausbruch als Abschluss des Films. Das Drehbuch schrieb Sergio Leone, der gleichzeitig als Co-Regisseur fungierte. Christine Kaufmann und Steve Reeves spielen das historische Liebespaar. Reeves gehörte viele Jahre zu den erfolgreichsten Bodybuildern. Sein klassisch gutes Aussehen und sein muskulöser Körperbau prädestinierten ihn geradezu für Filme über Helden der römischen und griechischen Mythologie, gemeinhin als "Sandalen-Filme" bezeichnet.
   

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