Zwei glorreiche Halunken

Spielfilm Italien 1966
Regie Sergio Leone
Drehbuch Agenore Incrocci, Furio Scarpelli, Luciano Vincenzoni und Sergio Leone
Musik Ennio Morricone
Kamera Tonino Delli Colli
Darsteller Blonder - Clint Eastwood
Tuco - Eli Wallach
Sentenza - Lee Van Cleef
Corporal Wallace - Mario Brega
Nordstaaten-Offizier - Aldo Giuffré
Pater Pablo Ramirez - Luigi Pistilli
Maria - Rada Rassimov
Waffenhändler - Enzo Petito
Stevens - Antonio Casas
Baker - Livio Lorenzon
und andere

Amerika in den Wirren des Bürgerkriegs. Auf die Ergreifung des mexikanischen Verbrechers Tuco ist so viel Kopfgeld ausgesetzt, dass der geschwätzige Halunke sich entschlossen hat, die Belohnung selbst zu kassieren. Sein wortkarger aber treffsicherer Partner Joe, genannt "der Blonde", liefert ihn zunächst den Behörden aus und kassiert die Prämie. Anschließend befreit er Tuco, indem er im letzten Moment den Galgenstrick durchschießt, an dem dieser aufgeknüpft werden soll. Als Tuco aufgrund des "Berufsrisikos" mehr als die Hälfte des Erlöses einfordert, kommt es zum Streit. Joe will seinen Partner in der Wüste verdursten lassen, doch Tuco überlebt und dreht den Spieß um. Dem Tod nahe, erfährt Joe von einem sterbenden Soldaten das Versteck eines 200.000-Dollar-Goldschatzes. Das Geld liegt in einem bestimmten Grab - doch allein Tuco weiß, auf welchem Friedhof das Grab sich befindet. Da sie die Dollars nur gemeinsam aufspüren können, werden die Todfeinde wider Willen zu Partnern und durchstehen eine Reihe von Abenteuern. Hinter dem Schatz ist auch der berechnende Killer Sentenza her, der den beiden seit geraumer Zeit folgt, um ihnen auf dem Friedhof aufzulauern. Joe, der als einziger die genaue Lage des Schatzes kennt, schlägt ein Waffenduell zu dritt vor.

Der furios in Szene gesetzte Italowestern "Zwei glorreiche Halunken" bildet nach "Für eine Handvoll Dollar" und "Für ein paar Dollar mehr" den krönenden Abschluss der berühmten "Dollar"-Trilogie. Sergio Leones humorvolle Ironisierung der Western-Klischees ist eine kunstvolle, visuell beeindruckende Stilübung, die nach 40 Jahren nichts von ihrem ästhetischen Reiz verloren hat. So zählt der Film heute zu "einem der besten Western aller Zeiten" ("Für ein paar Leichen mehr"), nicht zuletzt auch durch den schwelgenden Soundtrack von Ennio Morricone, der als Meisterwerk gilt. "Leone verstand es in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Ennio Morricone wie kein anderer Regisseur, mit der Musik die Gesamtbreite aller Stimmungen abzudecken, ohne dabei auf lange Dialoge zurückgreifen zu müssen" ("Die besten Italo-Western aller Zeiten"). Zwei Jahre später lässt ihr Western "Spiel mir das Lied vom Tod" sowohl den Regisseur Sergio Leone als auch den Komponisten Morricone zu Kultfiguren werden. Zu über 400 Filmen hat Morricone bis heute die Filmmusik geschrieben. 2007 erhielt er für sein großartiges Lebenswerk den Ehren-Oscar.
   

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