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Amerika in den Wirren des Bürgerkriegs. Auf
die Ergreifung des mexikanischen Verbrechers Tuco
ist so viel Kopfgeld ausgesetzt, dass der geschwätzige
Halunke sich entschlossen hat, die Belohnung selbst
zu kassieren. Sein wortkarger aber treffsicherer
Partner Joe, genannt "der Blonde", liefert
ihn zunächst den Behörden aus und kassiert
die Prämie. Anschließend befreit er Tuco,
indem er im letzten Moment den Galgenstrick durchschießt,
an dem dieser aufgeknüpft werden soll. Als
Tuco aufgrund des "Berufsrisikos" mehr
als die Hälfte des Erlöses einfordert,
kommt es zum Streit. Joe will seinen Partner in
der Wüste verdursten lassen, doch Tuco überlebt
und dreht den Spieß um. Dem Tod nahe, erfährt
Joe von einem sterbenden Soldaten das Versteck eines
200.000-Dollar-Goldschatzes. Das Geld liegt in einem
bestimmten Grab - doch allein Tuco weiß, auf
welchem Friedhof das Grab sich befindet. Da sie
die Dollars nur gemeinsam aufspüren können,
werden die Todfeinde wider Willen zu Partnern und
durchstehen eine Reihe von Abenteuern. Hinter dem
Schatz ist auch der berechnende Killer Sentenza
her, der den beiden seit geraumer Zeit folgt, um
ihnen auf dem Friedhof aufzulauern. Joe, der als
einziger die genaue Lage des Schatzes kennt, schlägt
ein Waffenduell zu dritt vor.
Der furios in Szene gesetzte Italowestern "Zwei
glorreiche Halunken" bildet nach "Für
eine Handvoll Dollar" und "Für ein
paar Dollar mehr" den krönenden Abschluss
der berühmten "Dollar"-Trilogie.
Sergio Leones humorvolle Ironisierung der Western-Klischees
ist eine kunstvolle, visuell beeindruckende Stilübung,
die nach 40 Jahren nichts von ihrem ästhetischen
Reiz verloren hat. So zählt der Film heute
zu "einem der besten Western aller Zeiten"
("Für ein paar Leichen mehr"), nicht
zuletzt auch durch den schwelgenden Soundtrack von
Ennio Morricone, der als Meisterwerk gilt. "Leone
verstand es in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen
Ennio Morricone wie kein anderer Regisseur, mit
der Musik die Gesamtbreite aller Stimmungen abzudecken,
ohne dabei auf lange Dialoge zurückgreifen
zu müssen" ("Die besten Italo-Western
aller Zeiten"). Zwei Jahre später lässt
ihr Western "Spiel mir das Lied vom Tod"
sowohl den Regisseur Sergio Leone als auch den Komponisten
Morricone zu Kultfiguren werden. Zu über 400
Filmen hat Morricone bis heute die Filmmusik geschrieben.
2007 erhielt er für sein großartiges
Lebenswerk den Ehren-Oscar.
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