Kleine tapfere Jo

Spielfilm aus den USA von 1949
Regie Mervyn LeRoy
Drehbuch Andrew Solt, Sarah Y. Mason und Victor Heerman nach dem Roman von Louisa May Alcott
Musik Adolph Deutsch
Kamera Robert Planck und Charles Schoenbaum
Darsteller Jo March - June Allyson
Laurie Laurence - Peter Lawford
Beth March - Margaret O?Brien
Amy March - Elizabeth Taylor
Meg March - Janet Leigh
Professor Bhaer - Rossano Brazzi
Marmee March - Mary Astor
Tante March - Lucile Watson
Hannah - Elizabeth Patterson
u.a.

Amerika wird vom Bürgerkrieg erschüttert. In einem kleinen Ort in Massachusetts muss Mrs. March, wie viele Frauen in Neuengland, ohne ihren Mann auskommen, seit der in den Krieg gezogen ist. Und so zieht "Marmee" March ihre vier heranwachsenden Töchter allein auf. Das ist nicht immer leicht, doch die Mädchen machen ihr viel Freude.
Meg arbeitet bereits, und auch Jo verdient sich ab und zu ein paar Dollar bei einer reichen Tante. Beths Liebe gilt einzig und allein dem Klavierspiel, und die spitzbübische Amy geht noch zur Schule. Die lebhafteste der vier Schwestern ist Jo. Sie weiß bereits, was sie einmal werden will: eine berühmte Schriftstellerin. Deshalb gibt sie auch Laurie einen Korb, als der ihr einen Antrag macht. Jo will, im Gegensatz zu ihrer Schwester Meg, nicht heiraten, sie will nach New York. Doch noch ist Krieg.

Dies ist die dritte Version von Louisa May Alcotts (1832-1888) beliebtem Roman um Liebe und Leid einer Familie vor dem Hintergrund des amerikanischen Bürgerkrieges - eine Art Nordstaaten-Version von Margaret Mitchells "Vom Winde verweht". Mit dem Titel "Vier Schwestern" verfilmte George Cukor 1933 überaus erfolgreich den Alcott-Roman.

Die Jo wurde damals von Katherine Hepburn gespielt. Auch Mervyn LeRoys Version von 1949 ist nicht die letzte. 1994 brachte Gillian Armstrong mit "Betty und ihre Schwestern" eine weitere auf die Leinwand. Jo wird darin von Winona Ryder gespielt. In "Kleine tapfere Jo" spielt June Allyson diese Rolle.

Doch die Kritiker beschäftigten sich damals weniger mit ihr, als weit mehr mit der Amy-Darstellerin Elizabeth Taylor (mit blonder Perücke). Erstmals stellte sie ihr beträchtliches Talent für scharfzüngige Dialoge unter Beweis. "Kleine tapfere Jo" erhielt einen Oscar für die Ausstattung und eine Nominierung für die Fotografie.
   

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