Zwei Sekunden

Spielfilm aus den USA von 1932
Regie Mervyn LeRoy
Drehbuch Harvey Thew, nach einem Bühnenstück von Elliot Lester
Musik Leo F. Forbstein
Kamera Sol Polito
Darsteller John Allen - Edward G. Robinson
Shirley Day - Vivienne Osborne
Buchmacher - Guy Kibbee
Bud Clark - Preston Foster
Tony - J. Carrol Naish
Richter - Frederick Burton
Lizzie - Dorothea Wolbert
Annie - Adrienne Dore
und andere

Der Bauarbeiter John Allen sitzt auf dem elektrischen Stuhl. In den letzten zwei Sekunden seines Lebens sieht er die ganze Tragödie an sich vorüberziehen, die ihm das Todesurteil einbrachte. Er war ein Einzelgänger und machte sich wenig aus Geselligkeiten. Sein lebensfroher Kollege Bud und dessen Verlobte Annie haben für John ein Mädchen zum gemeinsamen Ausgehen gefunden, doch er ergreift vor ihr die Flucht. Dabei gerät er in einen Tanzclub und lernt die selbstbewusste Shirley kennen, die dort als "Taxi-Girl" arbeitet. John ist von ihrem zielstrebigen Auftreten beeindruckt. Er hält sie für rechtschaffen und klug. Spontan verprügelt er einen von Shirleys aufdringlichen Tanzpartnern. Er verliebt sich in sie. Bud ist jedoch über Shirley entsetzt. Er hält sie für eine berechnende Lügnerin. Sein Verdacht bestätigt sich, als es Shirley gelingt, den volltrunkenen John in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zu heiraten. John hält dennoch zu ihr.

Als er mit Bud auf der Hochhaus-Baustelle erneut wegen Shirley in Streit gerät, stürzt Bud in die Tiefe. John plagen nach dem tödlichen Sturz seines Freundes Schuldgefühle und Ängste. Er ist nicht mehr fähig zu arbeiten. Shirley zeigt ihm daraufhin ihre ganze Verachtung. Gegen seinen Willen fängt sie wieder an, im Tanzclub zu arbeiten. John merkt bald, dass sie sich weiterhin von ihrem Chef, dem Tanzclub-Besitzer Tony, aushalten lässt. Er fühlt sich tief verletzt, weil er ihr "schmutziges Geld" annehmen muss, um die Mietschulden bezahlen zu können. Als Shirley ihm ankündigt, dass sie auch Annie zur Arbeit als Taxi-Girl überreden will, verliert er die Nerven und nimmt blutige Rache.

Edward G. Robinson brilliert in der Rolle eines rechtschaffenen Kleinbürgers, der an seiner Gutgläubigkeit und seinem Ehrgefühl zerbricht und zum Mörder wird. Unter Mervyn LeRoys straffer und konsequenter Regie entstand ein fesselndes Kriminal-Melodram.
   

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