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Claire ist als Pharmareferentin berufstätig,
verheiratet, Mutter zweier Kinder und der Meinung,
sie führe ein glückliches und zufriedenes
Leben. Zum jährlichen Firmentreffen reist sie
an die Côte d'Azur. Bei der feuchtfröhlichen
Fete soll der Improvisationsdarsteller Pierre für
Stimmung und Spaß sorgen. Die Wege von Claire
und Pierre kreuzen sich dort nicht zum ersten Mal.
Sie hatten schon in einer Apotheke einen kurzen
Augenblick getauscht, waren aber auseinandergegangen,
ohne dem Augenblick eine Chance zu geben.
Jetzt aber trifft es die beiden wie ein Blitz. Claires
geordnetes Leben gerät aus der Bahn. 24 Stunden
lang umkreisen sie einander, lassen sich fallen
in eine kurze Romanze, abgefedert durch zärtlichen
Sarkasmus. Hinter dem Spielerischen der Begegnung
verstecken sie das Gefühl, das droht, sie zu
überwältigen. Claire verpasst den ersten
Zug, der sie nach Hause in ihren Alltag bringen
wird, sie verpasst den zweiten ...
Mit "Mademoiselle" ist Philippe Lioret
eine "federleichte, romantische Komödie"
(Filmladen), "eine zauberhafte Geschichte"
(Paris Première), ein "Juwel an Charme"
(Studio) gelungen. "Man darf bei 'Mademoiselle'
an die Novellen von Schnitzler und Zweig denken,
die oft von solchen bittersüßen, flüchtigen,
aber ins Mark treffenden Begegnungen handeln. Und
noch mehr an Eric Rohmer, der in seinen feinfühlig-melancholischen
Komödien eigentlich nichts anderes zeigt, als
dieses kurze Aufeinandertreffen zweier ungleicher
Menschen, das doch in seiner Flüchtigkeit vielleicht
das Wichtigste in beider Leben ist - die letztendliche
Vergeblichkeit allen menschlichen Strebens"
(artechock). "Der Film ist genau so, wie man
sich eine lockere französische Liebesgeschichte
schon seit Jahrzehnten vorstellt - von faszinierender
Leichtigkeit und Flüchtigkeit" (Blickpunkt).
Sandrine Bonnaire, die ideale Interpretin der Claire,
gilt als eine der herausragendsten Darstellerinnen
des jungen französischen Films. Ihr steht ebenbürtig
Jacques Gamblin zur Seite, mit dem sie auch in Claude
Chabrols Kriminal- und Liebesgeschichte aus der
Provinz "Die Farbe der Lüge" die
Leinwand zum Knistern brachte.
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