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Eines Tages hat es Luciano Lutring satt, im väterlichen
Laden Milch zu verkaufen. Er will wie andere schicke
Autos fahren, tolle Mädchen aufreißen,
im Casino spielen. Da ihm aber für so ein Leben
das nötige Kleingeld fehlt, beginnt Luciano
zu stehlen. Mal mit Freunden, meistens aber allein.
In aller Öffentlichkeit schlägt er dreist
die Scheiben von Juweliergeschäften ein und
raubt die Auslagen. Als Luciano im Casino von San
Remo auf seine Traumfrau trifft, wird für ihn
das Stehlen zur Notwendigkeit. Um der Nachtclubsängerin
Yvonne, die eigentlich Candida heißt, zu imponieren,
täuscht er Reichtum und ein Leben in Luxus
vor. Die Raubzüge nehmen zu, die Brutalität
auch.
Die Polizei fürchtet seinen Individualismus,
die Welt der Gangster lehnt ihn als Einzelgänger
ab. Yvonne, inzwischen Lucianos Frau, kommt allmählich
dahinter, woher das Geld und die Brillanten kommen.
Vergeblich bittet sie ihren Mann, damit aufzuhören.
Längst agiert dieser über die Grenzen
Mailands hinaus, wird in Zürich, Paris und
Amsterdam gesucht. Verzweifelt geht Yvonne schließlich
einen Pakt mit Kommissar Moroni ein. Sie hofft,
so das Leben ihres Mannes zu retten. Doch nicht
Recht oder Gerechtigkeit sucht Moroni, sondern seinen
eigenen Erfolg. Im Ränkespiel der internationalen
Polizei wird dieser Pakt schließlich öffentlich
gemacht. So stürzt auch Yvonne in den Strudel
des Verbrechens.
Carlo Lizzani drehte diesen Gangsterfilm nach dem
authentischen Schicksal eines der größten
italienischen Verbrecher der Nachkriegszeit: Luciano
Lutring. Unübersehbar Lizzanis sozialkritischer
Ansatz: So skrupellos wie Lutring seine Verbrechen
begeht, wird er auch von der Polizei gejagt. So
stehen der Gejagte und seine Jäger letztlich
auf derselben moralischen Position und damit ist
"Feuertanz" mehr als nur ein Gangsterfilm.
Die Hauptrollen spielen Gian Maria Volonté,
einer der wichtigsten Schauspieler des politischen
Kinos Italiens in den 70er-Jahren, und der Österreicher
Robert Hoffmann, der zwei Jahre zuvor durch den
deutsch-französischen Vierteiler "Die
Abenteuer des Robinson Crusoe" populär
wurde.
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