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Mit einigen Landsleuten wird die junge Mexikanerin
Maya illegal über die mexikanisch-amerikanische
Grenze geschleust. Als Gegenleistung versucht einer
der Schlepper sie zum Sex zu zwingen, doch Maya
entkommt ihm mit knapper Not. Sie schlägt sich
zu ihrer Schwester Rosa durch, die legal in den
USA lebt und in einer großen Reinigungsfirma
arbeitet. Ihr Hungerlohn reicht kaum aus, um ihre
zwei Kinder und den arbeitslosen und zuckerkranken
Ehemann zu ernähren.
Maya ahnt zunächst nicht, dass Rosa sich bei
Perez, dem hinterhältigen Chef ihrer Putzkolonne,
prostituieren muss, damit die Schwester einen Job
bekommt. So hat die desillusionierte Rosa kein Verständnis
dafür, dass Maya dem Charme des engagierten
und intellektuellen Gewerkschaftlers Sam erliegt,
der die ausgebeuteten Latinos für den Arbeitskampf
gewinnen will. Rosa verrät die eigene Schwester
und ihre Kollegen, die wegen ihrer Kontakte zur
Gewerkschaft alle gefeuert werden.
Doch Sam, der wegen seiner unkonventionellen Ideen
auch in der Gewerkschaftsbürokratie aneckt,
hat eine brillante Strategie: Der vornehme Bürokomplex,
in dem Maya arbeitete, wird von reichen Hollywood-Anwälten
genutzt, bei denen Prominente ein- und ausgehen.
Als Sam an der Spitze der entlassenen Putzkolonne
eine Party mit Filmstars sprengt, wird die Presse
auf die Ausgebeuteten aufmerksam - worauf die Reinigungsfirma
ihre Arbeiter wieder einstellt und anständig
bezahlt. Nur für Maya gibt es kein Happy End:
Um dem verzweifelten Studenten Ruben zu helfen,
hat sie in einer Kurzschlusshandlung eine Tankstelle
überfallen und wird deshalb abgeschoben.
Mit seinen sozial engagierten Filmen zählt
Ken Loach ("Carla's Song", "Land
and Freedom", "Just a Kiss") zu den
profiliertesten Vertretern des Neuen Britischen
Kinos. Auf mitreißende Art erzählt sein
Drama "Brot und Rosen" die authentische
Geschichte lateinamerikanischer Niedriglohnarbeiter,
die in Los Angeles eine kleine Revolution anzettelten.
Obwohl Loach erstmals in Amerika drehte, blieb er
seiner bewährten Arbeitsweise treu: Neben dem
späteren "Oscar"-Preisträger
Adrien Brody überzeugt vor allem das intensive
Spiel der Laiendarstellerin Pilar Padilla, die für
ihre Rolle erst Englisch lernen musste.
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