Ladybird, Ladybird

Spielfilm aus Großbritannien von 1993
Regie Ken Loach
Drehbuch Rona Munro
Musik George Fenton
Kamera Barry Ackroyd
Darsteller Maggie - Crissy Rock
Jorge - Vladimir Vega
Mairead - Sandie Lavelle
Adrian - Mauricio Venegas
Simon - Ray Winstone
Jill - Clare Perkins
Sean - Jason Stracey
Mickey - Luke Brown
Serena - Lily Farrell
Maggies Vater - Scottie Moore
u.a.

Beim Karaoke in einem Londoner Pub begegnet die junge Maggie dem sanftmütigen Südamerikaner Jorge, der als politischer Flüchtling aus Paraguay nach England gekommen ist. Er fühlt sich zu ihr hingezogen, sie erzählt ihm von ihren vier Kindern von vier verschiedenen Vätern. Alle vier wurden ihr nach einem Brandunfall wegen Verletzung der Aufsichtspflicht von der Jugendbehörde weggenommen. Jorge verliebt sich in Maggie und will ihr helfen. Sie ziehen zusammen, Maggie wird zwei Mal von ihm schwanger, aber da sie inzwischen als untaugliche Mutter abgestempelt ist, werden ihr auch diese beiden Babys bald nach der Geburt von Polizisten überfallartig aus den Armen gerissen.

"Die banalen Geschichten von banalen Leuten sind, wenn Ken Loach sie erzählt, die bewegendsten und ungewöhnlichsten", schrieb "Der Spiegel" über den Briten Ken Loach. Mit seinen gründlich recherchierten und sensibel inszenierten Sozialdramen gehört er inzwischen zu den wichtigsten europäischen Filmemachern. Sein Engagement für die kleinen Leute ist glaubwürdig, tief anrührend und dabei auch noch höchst unterhaltsam.

Mit Crissy Rock als Hauptdarstellerin machte Ken Loach einen Glücksgriff. Die Laiendarstellerin verkörpert die einfache Arbeiterfrau, die ihre Entscheidungen nur aus dem Bauch heraus fällt, einfach ihren Mund nicht halten kann und allen Widerständen zum Trotz in einem Teufelskreis von Gewalt um ihr Mutterglück kämpft. Bei den Filmfestspielen in Berlin wurde sie mit einem Silbernen Bären als beste Darstellerin ausgezeichnet.
   

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