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Beim Karaoke in einem Londoner Pub begegnet die
junge Maggie dem sanftmütigen Südamerikaner
Jorge, der als politischer Flüchtling aus Paraguay
nach England gekommen ist. Er fühlt sich zu
ihr hingezogen, sie erzählt ihm von ihren vier
Kindern von vier verschiedenen Vätern. Alle
vier wurden ihr nach einem Brandunfall wegen Verletzung
der Aufsichtspflicht von der Jugendbehörde
weggenommen. Jorge verliebt sich in Maggie und will
ihr helfen. Sie ziehen zusammen, Maggie wird zwei
Mal von ihm schwanger, aber da sie inzwischen als
untaugliche Mutter abgestempelt ist, werden ihr
auch diese beiden Babys bald nach der Geburt von
Polizisten überfallartig aus den Armen gerissen.
"Die banalen Geschichten von banalen Leuten
sind, wenn Ken Loach sie erzählt, die bewegendsten
und ungewöhnlichsten", schrieb "Der
Spiegel" über den Briten Ken Loach. Mit
seinen gründlich recherchierten und sensibel
inszenierten Sozialdramen gehört er inzwischen
zu den wichtigsten europäischen Filmemachern.
Sein Engagement für die kleinen Leute ist glaubwürdig,
tief anrührend und dabei auch noch höchst
unterhaltsam.
Mit Crissy Rock als Hauptdarstellerin machte Ken
Loach einen Glücksgriff. Die Laiendarstellerin
verkörpert die einfache Arbeiterfrau, die ihre
Entscheidungen nur aus dem Bauch heraus fällt,
einfach ihren Mund nicht halten kann und allen Widerständen
zum Trotz in einem Teufelskreis von Gewalt um ihr
Mutterglück kämpft. Bei den Filmfestspielen
in Berlin wurde sie mit einem Silbernen Bären
als beste Darstellerin ausgezeichnet.
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