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Seit ihrer Kindheit liebt die 18-jährige, lebenslustige
Fanny, Tochter einer Fischverkäuferin im Hafen
von Marseille, den 19-jährigen Marius. Er spült
in der Bar "Clubs de Marine" seines Vaters
César die Gläser und sieht jedem im
Hafen auslaufenden Schiff mit Fernweh nach. Auch
er liebt Fanny, doch die Aussicht, sein Leben unter
der Fuchtel seines Vaters im Hafen zu verbringen
und das Werben des alten wohlhabenden Segelmachers
Honoré Panisse um Fanny lassen ihn fast verrückt
werden. Nach der ersten gemeinsam verbrachten Nacht,
als Fannys Mutter und Marius' Vater Hochzeitspläne
für die beiden schmieden und Fanny und Marius
sich deshalb streiten, entflieht Marius im letzten
Augenblick auf den auslaufenden Dreimastschoner
"Malaise". Bald hat Fanny - ohne Nachricht
von Marius - die Gewissheit, dass sie ein Kind erwartet.
Verzweifelt sucht Fanny einen Ausweg: Sie heiratet
Panisse. Er freut sich über das Kind, hat er
sich doch immer einen Erben gewünscht. Es wird
ein Junge - Césario genannt nach Marius'
Vater, der als Patenonkel firmiert -, und dem Panisse
alle Zärtlichkeit und Fürsorge gibt, die
ein Vater nur geben kann. Auch Fanny hat es gut
mit ihm getroffen. Aus Dankbarkeit versucht sie,
Marius zu vergessen, doch ganz gelingt es ihr nie.
Als der Kleine ein Jahr alt ist, taucht Marius plötzlich
im Haus von Panisse auf. Er merkt, dass Césario
sein Sohn sein muss. Doch Fanny, die ihm sagt, dass
sie ihn noch immer liebt, bittet ihn zu gehen, um
das Glück von Panisse nicht zu zerstören.
Jahre später, wieder wird ein Geburtstag von
Césario gefeiert, fragt der Junge seine Eltern
und den Großvater nach Marius, von dessen
Abenteuerlust er hin und wieder gehört hat.
Auch Césario zieht es aufs Meer, und so kommt
es, dass er bei einem Hafenbesuch auf Marius' Freund,
den Admiral, trifft, der ihn zu Marius bringt. Der
arbeitet mittlerweile in der Nähe des Marseiller
Hafens als Autoschlosser und bereut es bitter, sein
Glück einst verspielt zu haben. Marius und
sein Sohn fühlen sich zueinander hingezogen.
Panisse, der schwer erkrankt ist, beobachtet das
und diktiert sein Testament: "Nach meinem Tod,
der nicht mehr lange auf sich warten lassen wird,
sollen Fanny und Marius heiraten?".
Marcel Pagnol, als Mitglied der Académie
Francaise einer der "Unsterblichen", schrieb
vor acht Jahrzehnten seine Marseiller Trilogie über
die kontrastreiche Welt einfacher, liebenswerter
südfranzösischer Krämer, Fischweiber,
Kneipenwirte und Handelsherrn. Alle drei Teile -
"Marius", "Fanny" und "César"
sind auch einzeln verfilmt worden. Der US-amerikanische
Regisseur Joshua Logan fasste sie in einem Film
zusammen, den er an Originalschauplätzen mit
wunderbaren, hochkarätigen Schauspielern besetzte
- Leslie Caron und Horst Buchholz als junge Liebende
und Maurice Chevalier und Charles Boyer als liebenswerte,
kauzige ältere Herren.
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