Fanny

Spielfilm USA 1960
Regie Joshua Logan
Drehbuch Julius J. Epstein, Samuel Nathaniel Behrman und Joshua Logan, nach der Marseiller Dramentrilogie "Marius-Fanny-César" von Marcel Pagno
Musik Harold Rome
Kamera Jack Cardiff
Darsteller Fanny Cabanis - Leslie Caron
Marius Olivier - Horst Buchholz
Honoré Panisse - Maurice Chevalier
César Olivier - Charles Boyer
Honorine Cabanis - Georgette Anys
Félix Escartefigue - Salvatore Baccaloni
Monsieur Brun - Lionel Jeffries
Der Admiral - Raymond Bussières
Césario, Fannys Sohn - Joël Flateau
Louis Panisse - Victor Francen
und andere

Seit ihrer Kindheit liebt die 18-jährige, lebenslustige Fanny, Tochter einer Fischverkäuferin im Hafen von Marseille, den 19-jährigen Marius. Er spült in der Bar "Clubs de Marine" seines Vaters César die Gläser und sieht jedem im Hafen auslaufenden Schiff mit Fernweh nach. Auch er liebt Fanny, doch die Aussicht, sein Leben unter der Fuchtel seines Vaters im Hafen zu verbringen und das Werben des alten wohlhabenden Segelmachers Honoré Panisse um Fanny lassen ihn fast verrückt werden. Nach der ersten gemeinsam verbrachten Nacht, als Fannys Mutter und Marius' Vater Hochzeitspläne für die beiden schmieden und Fanny und Marius sich deshalb streiten, entflieht Marius im letzten Augenblick auf den auslaufenden Dreimastschoner "Malaise". Bald hat Fanny - ohne Nachricht von Marius - die Gewissheit, dass sie ein Kind erwartet. Verzweifelt sucht Fanny einen Ausweg: Sie heiratet Panisse. Er freut sich über das Kind, hat er sich doch immer einen Erben gewünscht. Es wird ein Junge - Césario genannt nach Marius' Vater, der als Patenonkel firmiert -, und dem Panisse alle Zärtlichkeit und Fürsorge gibt, die ein Vater nur geben kann. Auch Fanny hat es gut mit ihm getroffen. Aus Dankbarkeit versucht sie, Marius zu vergessen, doch ganz gelingt es ihr nie.

Als der Kleine ein Jahr alt ist, taucht Marius plötzlich im Haus von Panisse auf. Er merkt, dass Césario sein Sohn sein muss. Doch Fanny, die ihm sagt, dass sie ihn noch immer liebt, bittet ihn zu gehen, um das Glück von Panisse nicht zu zerstören. Jahre später, wieder wird ein Geburtstag von Césario gefeiert, fragt der Junge seine Eltern und den Großvater nach Marius, von dessen Abenteuerlust er hin und wieder gehört hat. Auch Césario zieht es aufs Meer, und so kommt es, dass er bei einem Hafenbesuch auf Marius' Freund, den Admiral, trifft, der ihn zu Marius bringt. Der arbeitet mittlerweile in der Nähe des Marseiller Hafens als Autoschlosser und bereut es bitter, sein Glück einst verspielt zu haben. Marius und sein Sohn fühlen sich zueinander hingezogen. Panisse, der schwer erkrankt ist, beobachtet das und diktiert sein Testament: "Nach meinem Tod, der nicht mehr lange auf sich warten lassen wird, sollen Fanny und Marius heiraten?".

Marcel Pagnol, als Mitglied der Académie Francaise einer der "Unsterblichen", schrieb vor acht Jahrzehnten seine Marseiller Trilogie über die kontrastreiche Welt einfacher, liebenswerter südfranzösischer Krämer, Fischweiber, Kneipenwirte und Handelsherrn. Alle drei Teile - "Marius", "Fanny" und "César" sind auch einzeln verfilmt worden. Der US-amerikanische Regisseur Joshua Logan fasste sie in einem Film zusammen, den er an Originalschauplätzen mit wunderbaren, hochkarätigen Schauspielern besetzte - Leslie Caron und Horst Buchholz als junge Liebende und Maurice Chevalier und Charles Boyer als liebenswerte, kauzige ältere Herren.
   

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