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Im August 1939 wird an einem Warschauer Theater
eine Satire auf Nazi-Deutschland einstudiert. Die
polnische Regierung verbietet die Aufführung,
statt der Nazi-Farce soll die Truppe unter Leitung
des renommierten Schauspieler-Ehepaars Joseph (Jack
Benny) und Maria Tura (Carole Lombard) erneut Shakespeares
"Hamlet" auf den Spielplan setzen. Für
Joseph Tura ist der Hamlet die Rolle seines Lebens.
Deshalb begreift er nicht, dass stets zu Beginn
seines großen Monologs über "Sein
oder Nichtsein" ein junger Leutnant demonstrativ
den Zuschauerraum verlässt. Tura ahnt nichts
vom heimlichen Treffen seiner Frau mit diesem Leutnant
Sobinski (Robert Stack) in der Garderobe!
Dann fallen die deutschen Truppen in Polen ein.
Während Sobinski nach England entkommt, schließt
sich das Ensemble der Widerstandsbewegung an. In
London lernt Sobinski den berühmten Professor
Siletsky (Stanley Ridges) kennen, der als polnischer
Widerstandskämpfer nach Warschau unterwegs
sein will. Nachdem der gutgläubige Sobinski
und seine Kameraden dem Professor die Namen zahlreicher
Widerstandskämpfer gegeben haben, erfahren
sie, dass Siletsky in Wahrheit ein Nazi-Spion ist.
Um seine Freunde zu warnen, reist Sobinski zurück
nach Polen. Er kann zwar nicht verhindern, dass
Siletsky sich bei Maria Tura als vermeintlicher
Theateragent vorstellt - doch mit List und Witz
gelingt es den Schauspielern, den heimtückischen
Spion in die Falle zu locken.
Durch das geplante Gestapo-Theaterstück bestens
mit hochrangigen Nazi-Uniformen ausgestattet, führt
das Ensemble fortan eine waghalsige Maskerade auf.
Keine Frage, dass es dabei zu aberwitzigen Konfrontationen
und Verwicklungen kommt, bei denen kaum noch jemand
durchschaut, wer nun ein "echter" und
wer ein "falscher" Nazi ist. Die größte
Herausforderung steht Tura und seinen Leuten allerdings
noch bevor: Adolf Hitler, der auf Staatsbesuch in
Warschau weilt, höchstpersönlich hinters
Licht zu führen und mit dem gekaperten Flugzeug
des "Führers" aus Polen zu fliehen.
"Sein oder Nichtsein" ist einer der überzeugendsten
Anti-Nazi-Filme und zugleich eines der besten Werke
von Ernst Lubitsch, dessen Geburtstag sich am 28.
Januar 2012 zum 120. Mal jährte. Der Berliner
ging schon 1923 nach Hollywood, wo er als erster
deutscher Regisseur große Anerkennung fand
und sein Ruhm von Film zu Film wuchs. Der Meister
der intelligenten Komödie nimmt in "Sein
oder Nichtsein" satirisch und mit bitterbösem
treffsicheren Wortwitz bereits 1942 den Wahn der
Nazi-Diktatur aufs Korn, weshalb dieser Klassiker
des amerikanischen Komödienkinos in einem Atemzug
mit Chaplins "Der große Diktator"
genannt werden muss. In den Hauptrollen brillieren
die Komiker-Legende Jack Benny sowie die noch vor
der Filmpremiere mit 33 Jahren bei einem Flugzeugabsturz
ums Leben gekommene Carole Lombard.
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