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Ralf Horricht, ein bekannter Filmkomiker, erhält
seine Einberufung zum Reservedienst bei der Volksarmee.
Mit der ihm eigenen Unbekümmertheit schlägt
er seinem Oberst vor, auf ihn zu verzichten, weil
er gerade an einem Armeefilm arbeite und es schon
genug Soldaten gäbe. Natürlich wird er
doch eingezogen und zum bestaunten Mittelpunkt des
Regiments. Seine Stubengenossen verhätscheln
ihn, weil er der berühmte Schauspieler Horricht
ist. Nur einer macht nicht mit, sein Kompaniechef
Hottas - in eingeweihten Kreisen auch Hauptmann
"Dynamit" genannt.
Ein Besuch von Horrichts frisch angetrauter Frau
Susanne verschiebt die Akzente auf beiden Seiten.
Weil Horricht glaubt, Hottas flirte mit Susanne,
liefert er ein Musterbeispiel unmilitärischen
Verhaltens: missbräuchliche Benutzung einer
Generalsuniform. "Dynamit" deckt nach
einer gehörigen Standpauke den Frevel und aus
Horricht wird doch noch ein verhältnismäßig
brauchbarer Soldat.
In "Der Reserveheld", dem vorletzten Film
der sechsteiligen Hommage an den beliebten Komiker
Rolf Herricht, der am 5. Oktober 2007 80 Jahre alt
geworden wäre, ist er als aufmüpfiger
Reservist zu erleben. Damit avanciert er zum strahlenden
Mittelpunkt eines ganzen Regiments. Rudi Strahl
schrieb das Drehbuch zu dieser heute schon ziemlich
grotesk wirkenden Komödie, in der 1964 versucht
wurde, das Thema Wehrdienst einmal nicht patriotisch-bierernst
zu nehmen.
Dem Publikum gefiel es, den Kritikern weniger. So
meint die Filmkritikerin Erika Richter Jahrzehnte
später: "Heute begreife ich, etwa beim
Sehen des Films "Der Reserveheld", dass
dieser Schauspieler, klein, ungeschickt, eitel,
schwierigen Situationen nicht gewachsen - wie wir
-, eine unvergleichlich reine Ausstrahlung hat,
die die Menschen anrührte und ihm ihre überwältigende,
nie versiegende Sympathie einbrachte." Das
gilt wohl auch heute noch, über fünfundzwanzig
Jahre nach Rolf Herrichts viel zu frühem Tod.
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