Fahrstuhl in den Tod

Spielfilm aus den Niederlanden und den USA von 2001
Regie Dick Maas
Drehbuch Dick Maas
Musik Paul M. van Brugge
Kamera Marc Felperlaan
Darsteller Mark Newman - James Marshall
Jennifer Evans - Naomi Watts
Jeffrey - Eric Thal
Gunter Steinberg - Michael Ironside
Milligan - Edward Herrmann
Lt. McBain - Dan Hedaya
Mitchell - Ron Perlman
Mildred - Kathryn Meisle
Andy - Martin McDougall
Gary - John Cariani
Jake - Daniel Rabin
und andere

Nacht liegt über Manhattan, während sich im 86. Stock des Millennium Building zwei Wachmänner als Gelegenheitsvoyeure betätigen. Nachdem ein Gewitter aufgezogen ist und sie schnell mit dem Fahrstuhl nach unten wollen, spielen jedoch die Lifte verrückt. Es wird Tag, der 102 Stockwerke hohe Wolkenkratzer wimmelt von Menschen, die alle in die Fahrstühle drängen. Auch eine Gruppe von Hochschwangeren, die gerade ihren Gymnastikkurs beendet haben, will nach unten. Doch ihr Lift bleibt mit einem Ruck stecken und saust dann in die Tiefe. Als die Frauen lebend geborgen werden, schallt den Rettungskräften Babygeschrei entgegen.

Doch nicht alle kommen mit dem Schrecken davon: Ein lüsterner Blinder stürzt in den Schacht, ein Wachmann wird von Fahrstuhltüren geköpft, ein Skater verschluckt und in hohem Bogen ausgespuckt: Die offenbar defekten Aufzüge entwickeln ein gefährliches Eigenleben, das sich die Wartungstechniker nicht erklären können. Mit Tricks verschafft sich die junge Reporterin Jennifer Zugang zum Tatort und redet mit dem Fahrstuhlmechaniker Mark, der als Einziger den Thesen von Polizei und Gebäudemanager keinen Glauben schenkt. Seiner Meinung nach soll etwas vertuscht werden. Statt auf die Fährte eines Psychopathen, der angeblich in den Aufzügen sein Unwesen treibt, geraten die zwei dann auch auf die Spur eines verrückten Gen-Wissenschaftlers.

Der niederländische Regisseur Dick Maas drehte ein Remake seines eigenen Horrorfilms "Fahrstuhl des Grauens" aus dem Jahr 1983. Naomi Watts, die in David Lynchs "Mulholland Drive" zum Star wurde, überzeugt in der Rolle der kessen Reporterin, ihr zur Seite steht James Marshall. Auch die Nebenrollen sind mit markanten Charakterköpfen wie Ron Perlman, Dan Hedaya und Michael Ironside besetzt.

Maas inszeniert seinen Lift-Thriller erfreulich unprätentiös und spielt ebenso gekonnt wie augenzwinkernd auf der Klaviatur der Ängste vor einer unbeherrschbaren Technik, insbesondere mit der heimlichen Beklemmung beim Betreten von Fahrstühlen. Ein Alptraum wird wahr: Die Maschine erwacht zu einem fatalen Eigenleben und lässt ihre Aggressionen am Menschen aus. Immerhin ist statistisch belegt, dass täglich weltweit 1,8 Millionen Menschen zu Gefangenen der Fahrstühle werden - und nicht immer nur kurzzeitig.
   

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