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Mit Filmen wie "Das vierte Protokoll",
"Der Honorarkonsul" und "Rififi am
Karfreitag" hat sich der britische Regisseur
John Mackenzie einen Ruf als Spezialist für
packende Dramen, harte Gangsterfilme und brisante
Politthriller erarbeitet. Auch mit dem vertrackten
Thriller "Quicksand - Schmutziges Geld"
zeigt er sich ganz auf der Höhe seines Könnens.
Michael Keaton spielt darin den New Yorker Banker
Martin Raikes, der nach Südfrankreich reist,
um die Hintergründe einer Reihe hoher Geldtransfers
zu recherchieren.
Er ahnt nicht, dass er in ein Wespennest sticht:
Zunächst erhält Martin einen anonymen
Tipp, dass in Nizza über ein Filmstudio Mafiageld
gewaschen wird. Dort angekommen, wird er von der
attraktiven Lela Forin, die für die Finanzabteilung
der Filmproduktion arbeitet, an das Set eines Drehs
geführt. Er lernt den Schauspieler Jake Mallows
kennen, einen alternden Star, von Oscar-Preisträger
Caine mit einer unnachahmlichen Mischung aus galantem
Charme, britischer Nonchalance und souveräner
Weltgewandtheit verkörpert.
Als Martin einen Bestechungsversuch des russischen
Filmfinanziers Oleg Butraskaya zurückweist,
gerät er in einen Strudel aus Intrigen und
Mord. Denn Oleg, der in Wahrheit ein gefürchteter
Mafiaboss ist, will die Unterwelt der gesamten Region
unter seine Kontrolle bringen. Als kleine Machtdemonstration
lässt er den Bürgermeister von Nizza umbringen
und hängt das Attentat dem lästigen Schnüffler
Martin an. Der Finanzprüfer muss untertauchen
und die wahren Mörder finden, bevor er der
Polizei oder Olegs Häschern in die Hände
fällt. Zu diesem Zweck bringt er Lela, die
alles über die Machenschaften des Mafioso weiß,
in seine Gewalt. Als Oleg Martins Tochter entführen
lässt, um Lela freizupressen, beginnt ein Wettlauf
gegen die Zeit. Mithilfe des Schauspielers Jake,
der erst jetzt erkennt, dass auch er von Oleg benutzt
wurde, schmiedet Martin einen fintenreichen Plan,
um den Mafioso auszutricksen.
"Quicksand - Schmutziges Geld" ist ein
ebenso spannender wie intelligenter Thriller, angesiedelt
vor der
malerischen Kulisse der Côte d'Azur. Regisseur
John Mackenzie verbindet auf clevere Weise eine
komplexe Thriller-Geschichte mit einer subtilen
Reflexion über die Essenz des Kinos: Es geht
um Schein und Sein in "Quicksand", um
inszenierte Wahrheiten und die Manipulierbarkeit
der Bilder. Bei aller Action und Spannung überzeugt
"Quicksand" aber auch als großartiger
Schauspielerfilm. Die Namensvettern Michael Caine
und Michael Keaton, die ungleicher kaum sein könnten,
bilden ein wunderbares Duo aus britischer Lässigkeit
und amerikanischer Macher-Mentalität.
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