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Frankreich im Januar 1944. Der elfjährige Fabrikantensohn
Julien Quentin trennt sich nur widerwillig von seiner
geliebten Mutter. Sie hat ihn aus dem unsicheren
Paris in ein katholisches Internat bei Fontainebleau
geschickt; gemeinsam mit seinem großen Bruder
Francois. Der sensible Julien langweilt sich im
Unterricht und kann mit den rauen Spielen der anderen
wenig anfangen. Ihm fällt der neue Mitschüler
Jean Bonnet auf, ein stiller und intelligenter Junge,
der mysteriös wirkt. Julien ist fasziniert
und eifersüchtig, als er sieht, wie Jean mit
seinem musikalischen Talent die attraktive Klavierlehrerin
Mademoiselle Davenne erfreut.
Während der Internatsalltag mit gelegentlichen
Luftangriffen und Razzien der Miliz-Kollaborateure
weitergeht, spioniert Julien Jean Bonnet nach. Er
entdeckt, dass dieser in Wirklichkeit Kippelstein
heißt und als jüdischer Waisenjunge vom
Leiter der Schule, Pater Jean, und dessen Padres
vor den Besatzern versteckt wird. Dieses Geheimnis
macht die beiden fortan zu unzertrennlichen Freunden.
Ihre Idylle ist jedoch in Gefahr. Als der Küchenjunge
Joseph wegen Schwarzhandels mit den Schülern
entlassen wird, schwört er Rache. Wenig später
erscheint der Gestapo-Mann Müller. Er sucht
drei jüdische Schüler.
Nach zehn Jahren in den USA kehrte der Filmemacher
Louis Malle für einen ganz persönlichen
Film nach Frankreich zurück. "Auf Wiedersehen,
Kinder" verarbeitet ein Erlebnis aus eigener
Kindheit, das Malle ein Leben lang verfolgte und
bis in die Entscheidung hinein, Filmregisseur zu
werden, stark beeinflusste. Der gerade durch seine
unspektakuläre Inszenierung beklemmend authentische
Film erhielt 1987 den Goldenen Bären der Filmfestspiele
Venedig und 1988 in Berlin den europäischen
Filmpreis Felix für das beste Drehbuch. Gaspard
Manesse und Raphael Fejtö standen hier zum
ersten Mal vor der Kamera.
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