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Theresa Osborne ist attraktiv, Mutter eines patenten
Sohnes und arbeitet als Rechercheurin bei einer
führenden Tageszeitung in Chicago. Aber sie
hat ihre Scheidung noch nicht verkraftet. Sie leidet
unter dem Gefühl, nie wieder eine Bindung eingehen
zu können. Bis sie während der Ferien,
die der junge Jason mit der neuen Familie seines
Vaters verbringt, am Strand eine Flaschenpost findet,
die einen Liebesbrief an eine Frau namens Catherine
enthält. Es ist der anrührendste, romantischste
Brief, den Theresa je gelesen hat, und bevor sie
sich Rechenschaft über ihre Reaktion ablegen
kann, hat sie sich in den unbekannten Autor verliebt.
Zurück in Chicago, nutzt sie ihre professionellen
Kontakte, um "Garret" ausfindig zu machen.
Dass ihr Chefredakteur Charlie Toschi Garrets Text
ohne ihr Wissen veröffentlicht, erweist sich
als hilfreich: Weitere, von Lesern eingeschickte
Briefe, führen Theresa schließlich an
die Küste von Carolina.
Garret entpuppt sich als überraschend bodenständiger
Mensch: Ein Bootsbauer, der mit seinem ruppigen,
aber liebenswerten Vater Dodge in einem alten Haus
mit Meerblick wohnt. Obwohl Garret im täglichen
Umgang wenig ahnen lässt von der Empfindungsfähigkeit,
die sich in seinen Briefen zeigt, gelingt es Theresa,
ihn aufzutauen. Binnen kurzem ist sie davon überzeugt,
das Schicksal habe sie zusammengeführt. Doch
die Erinnerung an die Adressatin der Flaschenpost
lastet auf der Romanze. Catherine, Garrets Frau,
eine begabte Malerin, ist erst vor zwei Jahren gestorben.
Garret kann ihren Tod nicht verwinden, lebt zwischen
ihren persönlichen Gegenständen wie in
einem Mausoleum und verfällt immer wieder in
Zustände der Schwermut. Zudem stellt sich die
Frage, ob man eine große Liebe mit einer Lüge
beginnen kann. Denn Theresa verschweigt, dass sie
Garrets Briefe kennt und nach ihm gefahndet hat
....
Mit seiner Adaption des Erfolgsromans "Message
in a Bottle" (deutscher Titel: "Weit wie
das Meer") von Nicholas Sparks ist Luis Mandoki
einer dieser Filme gelungen, bei denen der Griff
nach dem Taschentuch das Gütesiegel ist: ein
melancholisch und intim inszeniertes Melodram von
klassischem Format. Das wird es neben der berührenden
Geschichte vor allem durch die hervorragenden Schauspieler,
die ohne falsche Sentimentalität agieren. Die
Entdeckung des Films ist Robin Wright Penn, die
zuvor im Schatten ihrer männlichen Co-Stars
wie Robin Williams ("Toys") oder Tom Hanks
("Forrest Gump") stand und hier Kevin
Costner eine ebenbürtige Partnerin ist. Als
Dritter im Bunde überzeugt der damals 74-jährige
Paul Newman mit ungebrochener Leinwandpräsenz.
Der 2008 verstorbene populäre Schauspieler,
Regisseur, Drehbuchautor, Rennfahrer und Unternehmer
wäre am 26. Januar 85 Jahre alt geworden. Hervorragend
fotografiert, "erweist sich 'Message in a Bottle'
als Musterbeispiel eines Ensemble-Films, in dem
alle Mitwirkenden zu einer kreativen Einheit verschmelzen",
urteilt der "Filmdienst".
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