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Man schreibt den 22. April 1889. Punkt zwölf
Uhr mittags werden weite Gebiete des Indianer-Territoriums
Oklahoma zur Besiedlung freigegeben. Im Strom der
Glückssucher galoppiert auch Yancey Cravet
nach Westen. Aber seine temperamentvolle frühere
Freundin Dixie schnappt ihm das Land, auf dem er
eine Farm errichten wollte, vor der Nase weg. So
überrascht Yancey seine junge Frau Sabra mit
dem schnellen Entschluss, in der neuen Heimat doch
lieber die Zeitung des alten Sam Pegler weiterzuführen.
Sein Mut und sein Sinn für Gerechtigkeit schaffen
ihm Ansehen, aber auch Feinde in der langsam aufblühenden
Stadt Osage. Sabra schenkt einem Sohn das Leben
und verfolgt mit Sorge, wie die Unrast, die Yancey
von frühauf getrieben hat, in ihm wieder wächst.
Als er sein unstetes Wanderleben erneut aufnimmt,
müssen Frau und Kinder einige Jahre ohne ihn
auskommen. Nach seiner Rückkehr darf Sabra
sich kurze Zeit Hoffnung machen, dass Yancey Gouverneur
wird. Das bleibt ein Traum, Yancey zieht es wieder
in die Welt hinaus. Sabra bleibt mit dem heranwachsenden
Sohn allein und führt die Zeitung zu wirtschaftlicher
Blüte. Als 1914 in Europa der Erste Weltkrieg
ausbricht, meldet sich Yancey freiwillig zur britischen
Armee ...
Anthony Manns aufwändig ausgestattetes Pionier-Abenteuer
ist ein Remake des gleichnamigen Films von 1931,
der mit dem "Oscar" ausgezeichnet wurde.
Er beschreibt eindrucksvoll ein packendes Kapitel
aus der nordamerikanischen Geschichte: die großen
Abenteuer der Landnahme neigen sich dem Ende zu,
an ihre Stelle treten der Aufbau wirtschaftlicher
und publizistischer Macht. Der von Glenn Ford verkörperte
sympathische Abenteurer Yancey Cravet imponiert
durch seine Dynamik und Entschlussfreudigkeit, aber
er steht für eine abklingende Zeit. Die Zukunft
gehört Menschen wie seiner aufopferungsbereiten
Frau Sabra, die Maria Schell, die im April dieses
Jahres starb, ebenso gewinnend zeichnet.
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