Cimarron

Spielfilm aus den USA von 1960
Regie Anthony Mann
Drehbuch Arnold Schulman, nach dem gleichnamigen Roman von Edna Ferber
Musik Franz Waxman
Kamera Robert L. Surtees
Darsteller Yancey Cravet - Glenn Ford
Sabra Cravet - Maria Schell
Dixie Lee - Anne Baxter
Kid - Russ Tamblyn
Tom Wyatt - Arthur O`Connell
Sam Pegler - Robert Keith
Wes - Vic Morrow
Sarah Wyatt - Mercedes McCambridge
und andere

Man schreibt den 22. April 1889. Punkt zwölf Uhr mittags werden weite Gebiete des Indianer-Territoriums Oklahoma zur Besiedlung freigegeben. Im Strom der Glückssucher galoppiert auch Yancey Cravet nach Westen. Aber seine temperamentvolle frühere Freundin Dixie schnappt ihm das Land, auf dem er eine Farm errichten wollte, vor der Nase weg. So überrascht Yancey seine junge Frau Sabra mit dem schnellen Entschluss, in der neuen Heimat doch lieber die Zeitung des alten Sam Pegler weiterzuführen.
Sein Mut und sein Sinn für Gerechtigkeit schaffen ihm Ansehen, aber auch Feinde in der langsam aufblühenden Stadt Osage. Sabra schenkt einem Sohn das Leben und verfolgt mit Sorge, wie die Unrast, die Yancey von frühauf getrieben hat, in ihm wieder wächst. Als er sein unstetes Wanderleben erneut aufnimmt, müssen Frau und Kinder einige Jahre ohne ihn auskommen. Nach seiner Rückkehr darf Sabra sich kurze Zeit Hoffnung machen, dass Yancey Gouverneur wird. Das bleibt ein Traum, Yancey zieht es wieder in die Welt hinaus. Sabra bleibt mit dem heranwachsenden Sohn allein und führt die Zeitung zu wirtschaftlicher Blüte. Als 1914 in Europa der Erste Weltkrieg ausbricht, meldet sich Yancey freiwillig zur britischen Armee ...
Anthony Manns aufwändig ausgestattetes Pionier-Abenteuer ist ein Remake des gleichnamigen Films von 1931, der mit dem "Oscar" ausgezeichnet wurde. Er beschreibt eindrucksvoll ein packendes Kapitel aus der nordamerikanischen Geschichte: die großen Abenteuer der Landnahme neigen sich dem Ende zu, an ihre Stelle treten der Aufbau wirtschaftlicher und publizistischer Macht. Der von Glenn Ford verkörperte sympathische Abenteurer Yancey Cravet imponiert durch seine Dynamik und Entschlussfreudigkeit, aber er steht für eine abklingende Zeit. Die Zukunft gehört Menschen wie seiner aufopferungsbereiten Frau Sabra, die Maria Schell, die im April dieses Jahres starb, ebenso gewinnend zeichnet.
   

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