Alpträume

Polnischer Spielfilm von 1978
Regie Wojciech Marczewski
Drehbuch Pavel Hajný, nach dem gleichnamigen Roman von Emil Zegadlowicz
Musik Zygmunt Konieczny
Kamera Wieslaw Zdort
Darsteller Mikolaj Srebrny - Piotr Lysak
Mikolaj Srebrny als Kind - Tomasz Hudziec
Mikolajs Großmutter - Hanna Skarzanka
Mikolajs Tante - Maria Chwalibóg
Mikolajs Mutter - Teresa Marczewska
Mikolajs Vater - Bronislaw Pawlik
Mikolajs Onkel - Janusz Michalowski
Direktor des Gymnasiums - Wiktor Sadecki
Prof. Ptaszycki - Stanislaw Igar
Der Religionslehrer - Michal Pawlicki
Chwostek - Jan Nowicki
und andere

In einem abgelegenen, zerfallenen Gutshaus führt der kleine Mikolaj mit seinem Vater, einem pensionierten Lehrer, ein idyllisches Leben, völlig ungebunden und frei von Verpflichtungen. Doch eines Tages kommt die schöne, traurige Mama zu Besuch und erinnert beide daran, dass der Junge nun endlich eine richtige Schule besuchen muss. Das Infrage kommende K.u.K.-Gymnasium in der tristen Kleinstadt zeichnet sich durch Strenge und einen orthodoxen Religionsunterricht aus. Mikolaj hat zu Beginn große Schwierigkeiten, denn er ist zur Wahrheitsliebe erzogen worden und glaubt weder an Gott noch an den Teufel. Sehr schnell gerät er in Konflikte mit den Paukern und versucht, den Schwierigkeiten durch die Flucht zum Vater auszuweichen.

Doch der Vater, wissend, dass er bald sterben wird, rät ihm zu Vernunft und Durchhalten. Mikolaj versteht sich auch nicht mit seiner neuen Umgebung, dem Onkel und der Tante, der Mutter und der Großmutter. Aber langsam wird Mikolaj erwachsen, den pubertären Träumen folgen erste Erfahrungen, er lernt Freude und Schmerz eigenen Schaffens kennen, versucht, sich selbst zu artikulieren.

"Eine höchst eigenwillige Literaturverfilmung; treffend in der Darstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse im polnischen K.u.K.-Galizien und in der feinfühligen Beobachtung der Hauptfigur", urteilt das Lexikon des internationalen Films. Das Drama entstand nach dem autobiografischen Roman des Polen Emil Zegadlowicz, der 1935 erschien und großes Aufsehen erregte. Mit viel Liebe zum Detail, genauer Figurenzeichnung und einer originellen Darstellerriege gelang Regisseur Wojciech Marczewski ein atmosphärisch dichter Film, der im Zeitgeist jener Jahre die biologische und geistige Pubertät des Helden widerspiegelt.
   

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