Jenny und der Herr im Frack

Deutscher Spielfilm von 1941
Regie Paul Martin
Drehbuch Peter Groll, Paul Martin und Jacob Geis, nach einer Kriminalkomödie von Georg Zoch
Musik Lothar Brühne
Kamera Josef Strecher
Darsteller Peter Holm - Johannes Heesters
Jenny Brink - Gustl Huber
Lilly Hegedüsch - Hilde Hildebrand
Willy Krag - Paul Kemp
Robert, der "Bischof" - Oskar Sima
Herr Sprüngli - Hermann Pfeiffer
Elektriker - Arnulf Schröder
Kellner Karl - Walter Lieck
Versicherungsdirektor Brink - Gustav Waldau
Falsche Frau Sprüngli - Edith Meinhard
und andere

Peter Holm arbeitet als Privatdetektiv für die Merkur-Versicherung. Auch die Tochter seines Chefs Jenny Brink hat in Wien Kriminalwissenschaft studiert. Nun brennt sie verständlicherweise darauf, sich im Dienste der Firma in der Praxis zu bewähren. Gelegenheit dazu bietet sich, als in Kopenhagen ein internationaler Kongress von Briefmarkensammlern stattfindet. Gerüchte aus der Unterwelt besagen, dass im Trubel dieses Gesellschaftsereignisses der berüchtigte Juwelendieb Makaroff auf Beutezug gehen will. Peter Holm hofft, den alten "Freund" aus der Vergangenheit endlich stellen zu können. Lockende Beute für den Meisterdieb, den außer seinen Komplizen noch niemand von Angesicht kennt, könnte der kostbare Perlenschmuck der extravaganten Künstlerin Lilly Hegedüsch sein, die sich ebenfalls in Kopenhagen tummelt. Auch Jenny hat es sich in den Kopf gesetzt, Makaroff zu fassen. Während die ahnungslosen Philatelisten einem angeblichen Briefmarkenfreund und würdigen Bischof den Ehrenvorsitz ihres Kongresses antragen, der ihn auf seine Weise nutzt, hat Jenny einen jungen Mann im Frack im Visier. Der ist zwar höchst charmant und flirtet ausgiebig mit ihr, aber gerade das macht ihn in ihren Augen höchst verdächtig. Tatsächlich schlägt der unerkannte Makaroff bei einer Feier im hoch eleganten Kongresshotel wieder zu. Und natürlich ist auch der Herr im weißen Frack anwesend.

Im Mittelpunkt der "frechen, flott inszenierten Kriminalkomödie mit Musik (Komponist Lothar Brühne)" (Lexikon des Internationalen Films) steht Johannes Heesters, charmant und unwiderstehlich wie kaum ein anderer der deutschen Kinogeschichte: "Als flotter Privatdetektiv betritt er, den Hut verwegen ins Gesicht gedrückt, die Szene und verliert diese Lockerheit für keinen Moment des Films. Wenn er sich lässig im Sessel zurücklehnt, die Beine übereinander schlägt und seine Ansichten über die mögliche Methode eines Juwelenraubs auseinandersetzt, ist das souverän. ... Er ist stets schwungvoll, frisch und gut gelaunt. ... In den zahlreichen Musiknummern gelingt es ihm immer wieder, mit siegesgewissem Charme Sympathie zu gewinnen" (Carola Rhode).
   

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