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Die junge Petersburgerin Tatjana ist aus ihrem Internat
geflohen, um wieder mit ihrem verwitwetem Vater
zusammenzuleben. Das wird für Iwan Iwanowitsch
zum Problem, denn er hat seiner Tochter verschwiegen,
dass er finanziell ruiniert ist und jetzt in einem
Luxusetablissement der Stadt arbeitet.
Als Tatjana den Inhaber des Nachtclubs, Alexander
Drubin, kennen lernt, deutet sich eine Katastrophe
an.
Mit "Petersburger Nächte" inszenierte
Paul Martin, der in Ungarn geborene Meister der
deutschen Kinounterhaltung in bester Ufa-Tradition,
ein opulentes, in hehren Gefühlen schwelgendes
Melodrama. Zum exquisiten Darstellerensemble gehören
neben Ewald Balser ("Vater, unser bestes Stück",
"Wilhelm Tell"), Therese Giehse ("Sturm
im Wasserglas", "Mädchen in Uniform"),
Ivan Desny ("Die Ehe der Maria Braun")
und Johanna von Koczian.
Die in Berlin geborene Österreicherin hatte
19-jährig 1952 am Landestheater Tübingen
ihr Theaterdebüt gegeben. 1957 begann ihre
Karriere als Filmschauspielerin, bereits 1958 erhielt
sie den Bundesfilmpreis für die Hauptrolle
in Kurt Hoffmanns Film "Wir Wunderkinder".
Doch in erster Linie blieb sie in ihrer weiteren
Laufbahn dem Theater treu - dem klassischen wie
dem Boulevard-Theater gleichermaßen. So bestritt
sie allein als "Kaktusblüte" 400
Vorstellungen in der Komödie am Kurfürstendamm
Berlin.
Zum großen Erfolg kam sie auch als Chansonsängerin
("Das bisschen Haushalt...", "Ganz
der Vater"), Musicalstar (die Eliza in "My
fair Lady"), als Fernsehmoderatorin ("Erkennen
Sie die Melodie") und Autorin mehrerer Kinder-
und Jugendbücher. Am 30. Oktober 2003 wurde
das quirlige Allroundtalent 70 Jahre alt.
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