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Die "Tootsy"-Buchautorin Elaine May ("Ishtar")
hat mit "Mikey und Nicky" einen sozialkritischen
Kriminalfilm ganz im Regiestil ihres Hauptdarstellers
John Cassavetes inszeniert. Das intensive Zusammenspiel
der beiden Hauptakteure John Cassavetes und Peter
Falk lässt zwei ebenso sympathische wie gebrochene
Gangster-Figuren fernab jeglicher Genre-Klischees
lebendig werden. Geschickt hält die Regie die
Balance zwischen klaustrophobischem Kammerspiel
und Straßenkrimi, dessen stakkatohafte Dialoge
ihresgleichen suchen.
Nicky ist am Ende. Der kleine Ganove hat den mächtigen
Syndikats-Boss Dave Resnick um viel Geld betrogen.
Resnick hat den Killer Warren Kinney auf ihn angesetzt.
In einem schäbigen Hotel wartet der von Magenkrämpfen
geplagte Nicky spätabends auf seinen einzigen
Freund Mikey, der ihm wieder einmal aus der Patsche
helfen soll. Nicky weiß nicht, dass Mikey
inzwischen auch auf Resnicks Gehaltsliste steht.
Mikey gibt vor, seinem alten Freund zu helfen, bestellt
aber heimlich den Killer Warren in eine Bar, in
der er sich mit Nicky aufhält. Doch Nicky schöpft
Verdacht und wechselt das Lokal. Gefolgt von dem
jeweils zu spät kommenden Killer, ziehen die
beiden von einer Bar zur anderen, bis sie spätnachts
bei Nell eintreffen, die noch immer in Nicky verliebt
ist, obwohl er sie schlecht behandelt. Als Nicky
von ihr verlangt, dass sie sich auch Mikey hingibt,
wirft Nell die beiden verärgert hinaus. Die
alten Freunde geraten in einen längst überfälligen
Streit, der in einer Prügelei auf offener Straße
gipfelt. Die Wege der beiden trennen sich. Um sich
zu entschuldigen, kommt Nicky am nächsten Morgen
zu Mikeys Haus, wo Warren bereits mit gespanntem
Abzug auf ihn wartet
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