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Mit der Rolle der alleinerziehenden Mutter hat Anna
Schröder sich längst abgefunden. Schon
vor der Geburt ihres gemeinsamen, nunmehr achtjährigen
Sohnes Tobi hat ihr früherer Lebensgefährte
Peter sie sitzen gelassen, um in Amerika Karriere
zu machen. Auf sich allein gestellt, hat Anna einen
kleinen, verschuldeten Partyservice übernommen
und kämpft nun um das geschäftliche Überleben.
Dank ihrer Tüchtigkeit kann sie sich über
mangelnde Aufträge nicht beklagen, doch die
Doppelbelastung als Unternehmerin und alleinerziehende
Mutter geht an die Substanz. Außerdem bekommt
sie als Einquartierung ihren Großonkel Jakob,
der nicht spricht und etwas verwirrt zu sein scheint,
zumal er sein Gewehr nicht aus der Hand legt. Zum
Glück gibt es die etwas eigentümliche
Nachbarin Zenkmeier und den liebenswerten, hilfsbereiten
Dorfpolizisten Thomas, die Anna nach Kräften
unterstützen. Thomas findet auch sofort einen
Draht zu Tobi, der sich nach dem Umzug aus Berlin
ins brandenburgische Dorf noch nicht so richtig
eingelebt hat.
Da bleibt es nicht aus, dass Thomas sich in Anna
verliebt, die auch nicht abgeneigt ist. Doch als
Annas verschollener Exmann Peter plötzlich
als elegant gekleideter Mann von Welt vor der Tür
steht und sich angeblich für seinen Sohn Tobi
interessiert, will sie ihn nicht vor den Kopf stoßen.
Thomas ist natürlich sauer. Dummerweise bekommt
Tobi Windpocken, und Anna ist froh, dass sich Peter
bereit erklärt, sich um den Jungen und den
Onkel zu kümmern. Da sich Thomas zurückzieht
und Peter seinen Charme spielen lässt, kommen
sich die beiden wieder näher. Anna ahnt jedoch
nicht, dass Peter die Fassade einer intakten bürgerlichen
Ehe nur für kurze Zeit benötigt, um einen
konservativen Geschäftspartner zu blenden,
der einen Millionenauftrag zu vergeben hat, und
nur noch die privaten Verhältnisse von Peter
testen will.
"Vollweib sucht Halbtagsmann" ist eine
liebenswürdig und charmant inszenierte ländliche
Komödie, die im Brandenburgischen spielt. Die
spritzige Verfilmung des gleichnamigen Bestseller-Romans
von Eva Völler setzt auf vergnügliche
Weise ein kleines Fragezeichen hinter die traditionellen
Geschlechterrollen. Die Grimme-Preisträgerin
Christine Neubauer, Markus Knüfken und Florian
Fitz zeigen sich in Spiellaune. In amüsanten
Nebenrollen sind Ralf Wolter, Annekatrin Bürger
und Gudrun Okras zu sehen.
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