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Weltschmerz und Resignation dominieren die Gespräche
der Bewohner und Gäste eines russischen Landgutes
Ende des vorigen Jahrhunderts. Sie suchen nach dem
Sinn ihres Daseins, dessen niederdrückender
Atmosphäre sie aber nicht entrinnen können.
"Onkel Wanja" (1897 entstanden) ist eines
der bedeutendsten Theaterstücke Anton Tschechows.
In einem Brief an Tschechow schrieb der russische
Schriftsteller Maxim Gorki: "Ich erzittere
vor Begeisterung über Ihr Talent und vor Entsetzen
über die Menschen, über unser farbloses
Bettlerdasein. Wie haben Sie da so kräftig
auf die Seele geschlagen und wie treffsicher".
Anton Pawlowitsch Tschechow (29.1.1860 - 15.7.1904)
gilt als Meister der Kurznovelle. Lebensangst und
seelisches Leid waren seine Hauptthemen (u.a. "Die
Steppe", "Die Möwe", "Onkel
Wanja", "Der Kirschgarten"), schlichte
Sprache und wehmütige Stimmung Stilmerkmale.
Regisseur Andrej Michalkow-Kontschalowski (u.a.
"Der erste Lehrer", "Asjas Glück",
"Ein Adelsnest") hat es meisterhaft verstanden,
Atmosphäre, Stimmungen und Haltungen der Tschechow-Vorlage
filmisch einzufangen und ihr - auch Dank hervorragender
Darsteller - eigenes Profil zu geben. Kontschalowski
siedelte 1980 in die USA über und nennt sich
nun Konchalovsky.
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