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18 Jahre sind Sergej und Tanja alt, leidenschaftlich
verliebt, überschäumend vor Glück.
Als Sergej zum Armeedienst eingezogen wird, versprechen
sie sich ewige Treue. Doch Sergej wird nach einer
Rettungsaktion auf der Insel Woronin vermisst ...
18 Jahre sind Sergej und Tanja alt und leidenschaftlich
ineinander verliebt. Die große, wahre, einzige
Liebe. Deshalb ist auch der Abschied so schwer,
als Sergej zum Armeedienst eingezogen wird. Er dient
bei der Marine. Sein Schiff wird zu einer Rettungsaktion
an die Insel Woronin gerufen, die von einer Sintflut
bedroht wird. Sergej rettet unter Einsatz seines
Lebens andere Menschen und wird vermisst. Als er
für tot erklärt wird, bricht Tanja zusammen
und verliert allen Lebensmut. Nur mit Mühe
gelingt es ihrer Familie, sie davon zu überzeugen,
dass das Leben weitergeht.
Sie heiratet den Hockeyspieler Igor, der ihr in
ihrem Leid sehr geholfen hat. Aber Sergej lebt.
Er und der Kamerad, den er rettete, wurden vom Sturm
weit aufs Meer hinausgetrieben und in die menschenleeren
Eiswüsten des Polargebietes verschlagen. Nach
langer Wanderung durch Eis und Schnee, zu Tode erschöpft,
werden sie von einem Hubschrauber entdeckt und gerettet.
Sergej ist dem Leben wiedergegeben, aber Tanja ist
für ihn verloren. Nun ist es an ihm, verzweifelt
zu sein. Das Wiedersehen wird für beide zur
Qual. Sergej beginnt zu trinken, dank guter Freunde
aber kommt er zu sich und verliebt sich neu.
Von Liebe, Enttäuschung und Verlust, aber auch
der Suche nach neuem Glück erzählt Andrej
Michalkow-Kontschalowskis Film. Eine an sich alltägliche
Geschichte, die aber ihren ganz besonderen Reiz
durch die intensive, emotionale Erzählweise
erhält. Er konzentriert sich völlig auf
die Liebenden, findet sensible Bilder für ihre
Gefühlswelt und untermalt sie mit eingängigen
Liedern. Mit "Romanze für Verliebte"
(1974) wurde Andrej Michalkow-Kontschalowski, der
im August seinen 70. Geburtstag beging, international
berühmt. Seinen Ruf als einer der besten russischen
Regisseure festigte er fünf Jahre später
mit "Sibiriade", einem zweiteiligen Epos
über Sibirien im gesellschaftspolitischen Wandel
von der Jahrhundertwende bis in die 1960er Jahre.
Michalkow-Kontschalowski entstammt einer namhaften
russischen Künstlerfamilie (auch sein Bruder
Nikita Michalkow wurde Regisseur). Er studierte
zunächst Musik, dann wechselte er zur Moskauer
Filmhochschule in die Regieklasse von Michail Romm.
Dort lernte er Andrej Tarkowski kennen, in dessen
Film "Iwans Kindheit" (1962) er mitspielte.
Er selbst debütierte mit der Aitmatow-Verfilmung
"Der erste Lehrer" 1966. Nach mehreren
Klassikeradaptionen, die dem Genre der Literaturverfilmung
neue Impulse vermittelten, folgte "Romanze
für Verliebte". Zu Beginn der 1980er-Jahre
übersiedelte er in die USA, wo er mehrere Arthouse-Filme,
aber auch Mainstream drehte, u.a. den Actionfilm
"Tango & Cash" mit Sylvester Stallone
und Kurt Russell. In den frühen 1990er-Jahren
kehrte Michalkow-Kontschalowski nach Russland zurück.
Er widmet sich fortan in erster Linie der Theater-
und Opernregie.
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