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Russland 1885: Auf dem Weg nach Moskau lernt die
Amerikanerin Jane Callahan den jungen Offiziersanwärter
Andrej Tolstoi kennen. Sowohl bei der erfahrenen
Jane, einer "Frau mit Vergangenheit",
als auch bei dem jungenhaft-impulsiven Andrej ist
es Liebe auf den ersten Blick. Was Andrej nicht
weiß: Wie er selbst ist auch Jane auf dem
Weg zum Zarenhof. Dort soll sie im Auftrag des alten
amerikanischen Erfinders Douglas McCracken Geldgeber
für die Konstruktion des "Barbiers von
Sibirien", einer dampfbetriebenen Abholzungsmaschine,
gewinnen.
In Moskau angekommen, gibt McCracken Jane zu verstehen,
dass es überaus hilfreich wäre, wenn sie
eine Affäre mit dem mächtigen General
Radlov anfinge. Zunächst scheint der Plan aufzugehen:
Beim Wiedersehen mit ihrem geliebten Andrej lernt
Jane den General kennen, der sich schon bald in
die bezaubernde Amerikanerin verliebt. Als Radlov
jedoch ausgerechnet seinen Kadetten Andrej bittet,
ihm als Dolmetscher bei seinem Heiratsantrag zur
Seite zu stehen, kommt es zum Eklat. Anstatt für
Radlov zu sprechen, macht Andrej Jane selbst einen
Heiratsantrag. Jane und Andrej, der den Zorn des
gedemütigten Generals fürchten muss, verbringen
eine leidenschaftliche Liebesnacht miteinander -
ihre erste und einzige.
Zwar versucht Jane am kommenden Abend während
einer Opernaufführung, in der Andrej die Hauptrolle
spielt, den rachsüchtigen Radlov milde zu stimmen.
Dann aber stürzt sich Andrej in rasender Eifersucht
von der Bühne aus auf seinen Nebenbuhler. Er
wird verhaftet und als vermeintlicher Verschwörer
nach Sibirien verbannt. Zehn Jahre vergehen: Jane,
die in ihrer Not McCracken geheiratet hat, reist
nach Sibirien, wo ein Prototyp des "Barbiers
von Sibirien" getestet werden soll. Dort will
sie Andrej suchen, um ihm die ganze Wahrheit zu
sagen - und dass aus ihrer Liebesnacht ein Sohn
hervorgegangen ist. Als sie jedoch erfährt,
dass ihr Geliebter in der Verbannung mittlerweile
eine Familie gegründet hat, reist sie voller
Schmerz und Trauer wieder ab - ohne Andrej je wieder
zu sehen.
Mit "Der Barbier von Sibirien" hat Nikita
Michalkow, dessen "Die Sonne die uns täuscht"
als Bester fremdsprachiger Film mit dem Oscar ausgezeichnet
wurde, ein ergreifendes Liebesepos inszeniert. Vor
der imposanten Kulisse des russischen Zarenreichs
erzählt der Film eine Geschichte um große
Gefühle und brennende Eifersucht, um Geschäftsinteressen,
männlichen Stolz und Heuchelei. In den Hauptrollen
glänzen Julia Ormond und Oleg Menshikov als
tragisches Liebespaar. In weiteren Hauptrollen sind
Richard Harris und Alexej Petrenko zu sehen.
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