Ehegeheimnisse

Spielfilm aus den USA von 1959
Regie David Miller
Drehbuch Joseph Fields und Jerome Chodorov, nach ihrem Bühnenstück "Anniversary Waltz"
Musik Robert Allen und Sol Kaplan
Kamera Lee Garmes
Darsteller Chris Walters - David Niven
Alice Walters - Mitzi Gaynor
Bud - Carl Reiner
Arthur, Schwiegervater - Loring Smith
Janette Revere - Monique van Vooren
Lillian, Schwiegermutter - Phyllis Povah
Millie, Dienstmädchen - Elizabeth Wilson
Debbie Walters - Patty Duke
Ockie Walters - Kevin Coughlin
Johnson - Don Grusso
und andere

Chris Walter ist ein erfolgreicher New Yorker Anwalt und ein überaus charmanter Ehemann. Seit über zehn Jahren ist er mit Alice glücklich verheiratet. Ausgerechnet am 13. Hochzeitstag ziehen erste dunkle Wolken am Ehehimmel auf. Die Schwiegereltern schenken den Walters einen Fernseher, obwohl sie genau wissen, dass Chris diesen Verdummungsapparat, wie er ihn nennt, vehement ablehnt. Murrend fügt sich der Ehemann in sein Schicksal. In von etlichen Drinks animierter Stimmung plaudert er abends voreheliche Geheimnisse aus. Nicht nur die Schwiegereltern sind empört, auch Alice ist sauer. Es kommt zum Streit. Chris gibt dem Fernseher die Schuld an allem und tritt wütend den Bildschirm ein. Doch umsonst, gleich am nächsten Tag steht wieder so ein Ding im Wohnzimmer, diesmal gespendet von seinem Kanzleipartner Bud. Als Chris in den sauren Apfel beißt und lammfromm mit Frau und Schwiegereltern das Programm verfolgt, erscheint plötzlich Tochter Debbie auf dem Schirm. Ihr Auftritt, bei dem sie aller Welt tränenreich von dem schief hängenden Haussegen berichtet, lässt die Wogen im sonst so friedlichen Heim der Walters erst richtig hochgehen.

Der Film bietet "amüsantes Familientheater, das den Störenfried Fernsehen und die aufgeklärte amerikanische Kindererziehung aufs Korn nimmt" (Lexikon des Internationalen Films), eine "gute Komödie, in der David Niven besonders köstlich ist ..." (Motion Picture Guide). Als exzentrisch-liebenswerten Gauner und Charmeur mit Schnauzbart und geschliffenem Witz, dabei immer ganz Gentleman - so kennt man David Niven. Über 100 Filmrollen hat er gespielt (ohne schauspielerische Ausbildung). Viele davon sind Kabinettstücke der Schauspielkunst, etwa sein Mr. Fogg, der elegante Müßiggänger aus "In 80 Tagen um die Welt" (1956) oder der galante Juwelendieb in der Kriminalkomödie "Der rosarote Panther" (1963). Mit dem begehrten Oscar wurde Niven 1959 in "Getrennt von Tisch und Bett" geehrt. Geboren im schottischen Hochland, schlug James David Graham Niven, wie sein Vater und Großvater, zunächst die Militärlaufbahn ein, bis er nach seinem Abschied und diversen Gelegenheitsarbeiten 1934 als Komparse in Hollywood landete. Als "Freund des Helden" und in typischen Rollen als britischer Offizier und Gentleman wurde Niven schnell populär. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ging es dann mit seiner Filmkarriere steil bergauf.

Am 1. März 2004 wäre David Niven 95 Jahre alt geworden. Er starb 1983 an den Folgen eines Nervenleidens in der Schweiz. Mit den Fortsetzungsfilmen "Der rosarote Panther wird gejagt" (1982) und "Der Fluch des rosaroten Panthers" (1983) bewies er nochmals sein großes schauspielerisches Talent.
   

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