Anruf genügt - Komme ins Haus

Spielfilm aus den USA von 1959
Regie Vincente Minnelli
Drehbuch Betty Comden und Adolph Green
Musik Jule Styne und André Previn
Kamera Milton Krasner
Darsteller Jeffrey Moss - Dean Martin
Ella Peterson - Judy Holliday
Larry Hastings - Fred Clark
J. Otto Prantz - Eddie Foy, jr.
Sue - Jean Stapleton
Gwynne - Ruth Storey
Inspektor Barnes - Dort Clark
Blake Barton - Frank Gorshin
Francis - Ralph Roberts
Olga - Valerie Allen
u. a.

Ella Peterson ist die Seele des telefonischen Auftragsdienstes "Susaphon". Die blonde, hübsche junge Frau ist bei den diversen "blind dates", die ihre Tante und Chefin Sue unermüdlich für sie arrangiert, ungeschickt und scheu, am Telefon aber hat sie für jeden ihrer Kunden den besten Rat zur Verfügung, moralische Unterstützung inbegriffen. Unter ihren Schützlingen befindet sich auch ein gewisser Jeffrey Moss, seines Zeichens ehemals erfolgreicher Broadway-Autor, der nach dem Tod seines Partners in einer tiefen Schaffenskrise steckt und seine Angst vor dem Versagen in Alkohol zu ertränken und mit schönen Frauen zu vergessen sucht.

Ella, die für ihr unterschiedliches Klientel die unterschiedlichsten Rollen spielt, hat sich im Fall des bedauernswerten Jeffrey Moss für die einer alten Frau entschieden. Ihre Weckrufe und hilfreichen Vorschläge trägt sie mit leicht zittriger Stimme vor. Während Tante Sue sich von ihrer neuesten männlichen Errungenschaft J. Otto Prantz - angeblich Besitzer eines Schallplattenversands für klassische Musik, in Wirklichkeit aber eifriger Mitarbeiter eines illegalen Buchmacherrings - bezirzen und beschwatzen lässt, ihr Büro auch seiner Firma zur Verfügung zu stellen, steht Ella vor einer schweren Gewissensfrage.

Es gehört zu den Geschäftsregeln eines Auftragsdienstes, nie Bekanntschaft mit den Kunden zu machen. Denn misstrauische und ehrgeizige Polizisten wie Inspektor Barnes wittern hinter Unternehmen wie "Susaphon" etwas anderes, zumal, wenn sie so hübsche Angestellte haben wie Ella. Aber bei Moss muss und wird sie die Regel brechen, denn ihr unbekannter Freund scheint sich auch um die letzte Chance bei seinem Produzenten Larry Hastings bringen zu wollen.

Also macht sich Ella auf den Weg, ihn auf die Beine zu stellen. Für Jeffrey Moss ist die lebenskluge und hübsche Blondine, die als Melisande Scott in sein Leben tritt, nicht nur die Rettung, sondern auch die große Liebe. Doch Ella alias Melisande traut sich nicht, ihm ihre wahre Identität zu offenbaren.

Mit "Anruf genügt - komme ins Haus" adaptierte Vincente Minnelli ein überaus erfolgreiches Broadway-Musical für die Leinwand. Hier wie dort war Judy Holliday der absolute Mittelpunkt, die Seele des Geschehens, nicht nur, weil die Story es verlangte. Dean Martin ist im Film ihr romantischer Gegenspieler. Er wäre am 7. Juni 2007 90 Jahre alt geworden. Der Italoamerikaner begann seine Karriere gemeinsam mit Jerry Lewis, den er 1946 kennenlernte. Das Duo hatte auf Anhieb Erfolg. Lewis begeisterte mit seiner slapstickartigen Komik, Dean Martin mit Charme und einer guten Stimme. Nach zahlreichen sehr erfolgreichen Musicalkomödien trennte sich Martin 1956 von seinem Partner und begann eine Solokarriere als Sänger. Mit Songs wie "Everybody Loves Somebody Sometime" und "The Door Is Still Open To My Heart" katapultierte er sich an die Spitze der Charts. Er wurde zum Mitglied des legendären "Rat-Pack"-Clans in Las Vegas, dessen Chef Frank Sinatra war. Ende der Fünfzigerjahre konnte sich Dean Martin mit Filmen wie "Verdammt sind sie alle" und "Rio Bravo" auch als seriöser Schauspieler etablieren. Weiterhin machte er sich einen Namen als TV-Entertainer in verschiedenen Shows. Ab den Siebzigerjahren wurde es stiller um ihn. Er starb am 25. Dezember 1995 an Lungenkrebs.
   

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