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Ella Peterson ist die Seele des telefonischen Auftragsdienstes
"Susaphon". Die blonde, hübsche junge
Frau ist bei den diversen "blind dates",
die ihre Tante und Chefin Sue unermüdlich für
sie arrangiert, ungeschickt und scheu, am Telefon
aber hat sie für jeden ihrer Kunden den besten
Rat zur Verfügung, moralische Unterstützung
inbegriffen. Unter ihren Schützlingen befindet
sich auch ein gewisser Jeffrey Moss, seines Zeichens
ehemals erfolgreicher Broadway-Autor, der nach dem
Tod seines Partners in einer tiefen Schaffenskrise
steckt und seine Angst vor dem Versagen in Alkohol
zu ertränken und mit schönen Frauen zu
vergessen sucht.
Ella, die für ihr unterschiedliches Klientel
die unterschiedlichsten Rollen spielt, hat sich
im Fall des bedauernswerten Jeffrey Moss für
die einer alten Frau entschieden. Ihre Weckrufe
und hilfreichen Vorschläge trägt sie mit
leicht zittriger Stimme vor. Während Tante
Sue sich von ihrer neuesten männlichen Errungenschaft
J. Otto Prantz - angeblich Besitzer eines Schallplattenversands
für klassische Musik, in Wirklichkeit aber
eifriger Mitarbeiter eines illegalen Buchmacherrings
- bezirzen und beschwatzen lässt, ihr Büro
auch seiner Firma zur Verfügung zu stellen,
steht Ella vor einer schweren Gewissensfrage.
Es gehört zu den Geschäftsregeln eines
Auftragsdienstes, nie Bekanntschaft mit den Kunden
zu machen. Denn misstrauische und ehrgeizige Polizisten
wie Inspektor Barnes wittern hinter Unternehmen
wie "Susaphon" etwas anderes, zumal, wenn
sie so hübsche Angestellte haben wie Ella.
Aber bei Moss muss und wird sie die Regel brechen,
denn ihr unbekannter Freund scheint sich auch um
die letzte Chance bei seinem Produzenten Larry Hastings
bringen zu wollen.
Also macht sich Ella auf den Weg, ihn auf die Beine
zu stellen. Für Jeffrey Moss ist die lebenskluge
und hübsche Blondine, die als Melisande Scott
in sein Leben tritt, nicht nur die Rettung, sondern
auch die große Liebe. Doch Ella alias Melisande
traut sich nicht, ihm ihre wahre Identität
zu offenbaren.
Mit "Anruf genügt - komme ins Haus"
adaptierte Vincente Minnelli ein überaus erfolgreiches
Broadway-Musical für die Leinwand. Hier wie
dort war Judy Holliday der absolute Mittelpunkt,
die Seele des Geschehens, nicht nur, weil die Story
es verlangte. Dean Martin ist im Film ihr romantischer
Gegenspieler. Er wäre am 7. Juni 2007 90 Jahre
alt geworden. Der Italoamerikaner begann seine Karriere
gemeinsam mit Jerry Lewis, den er 1946 kennenlernte.
Das Duo hatte auf Anhieb Erfolg. Lewis begeisterte
mit seiner slapstickartigen Komik, Dean Martin mit
Charme und einer guten Stimme. Nach zahlreichen
sehr erfolgreichen Musicalkomödien trennte
sich Martin 1956 von seinem Partner und begann eine
Solokarriere als Sänger. Mit Songs wie "Everybody
Loves Somebody Sometime" und "The Door
Is Still Open To My Heart" katapultierte er
sich an die Spitze der Charts. Er wurde zum Mitglied
des legendären "Rat-Pack"-Clans in
Las Vegas, dessen Chef Frank Sinatra war. Ende der
Fünfzigerjahre konnte sich Dean Martin mit
Filmen wie "Verdammt sind sie alle" und
"Rio Bravo" auch als seriöser Schauspieler
etablieren. Weiterhin machte er sich einen Namen
als TV-Entertainer in verschiedenen Shows. Ab den
Siebzigerjahren wurde es stiller um ihn. Er starb
am 25. Dezember 1995 an Lungenkrebs.
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