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Dr. Stewart McIver leitet seit kurzem eine psychiatrische
Privatklinik. Er hat seinen älteren Kollegen
Dr. Douglas Devanel als Chefarzt abgelöst.
Devanel hat Alkoholprobleme, ist aber weiterhin
an der Klinik tätig und kann sich nicht damit
abfinden, dass McIver nunmehr sein Vorgesetzter
ist. McIvers junge Frau Karen fühlt sich von
ihrem Mann vernachlässigt, weil er allzu sehr
in seiner Arbeit aufgeht. Er will mit einem Selbstverwaltungsprogramm
den Patienten mehr Verantwortung für nichtmedizinische
Dinge an der Klinik geben und findet dabei Unterstützung
bei seiner neuen Mitarbeiterin Meg Rinehart, zu
der er sich auch menschlich hingezogen fühlt.
Ein scheinbar triviales Vorhaben sorgt für
wachsende Spannungen in der Klinik. Die Patienten
wollen in einem Gruppenprojekt neue Vorhänge
nähen, für die der sensible junge Maler
Steven Holte Entwürfe schafft. Die selbstherrliche
Verwaltungschefin Victoria Inch sträubt sich
dagegen. Als Dr. Devanel sie in dieser Situation
für eine Intrige gegen Dr. McIver gewinnen
will, entlädt sich die gespannte Atmosphäre
in der Klinik explosiv.
Ein packendes Melodram um Komplexe, Neurosen und
Auseinandersetzungen von Psychiatrie-Insassen, das
Vincente Minnelli - eigentlich Musical-Meisterregisseur
- mit viel Einfühlungsvermögen inszenierte.
Dabei konnte er sich bis in die Nebenrollen hinein
auf hervorragende Darsteller stützen.
Unter ihnen Richard Widmark, der eigentlich nie
Schauspieler werden wollte, sondern Philosophie,
Sprachen und Dramatische Kunst studierte und in
politischen Wissenschaften promovierte. Er gab sein
Leinwanddebüt 1947 als krankhafter Verbrecher
in Henry Hathaways Thriller "Der Todeskuss".
Damit bewies er sein außergewöhnliches
Talent und wurde auf Jahre hinaus als Bösewicht
festgelegt. In den Fünfzigerjahren wechselte
er dennoch auf die Seite der "Guten".
So spielt er in Elia Kazans "Unter Geheimbefehl"
einen besonnenen Polizeiarzt. Es folgen weitere
Kriminal- und Gangsterfilme. Seine besten Leistungen
zeigte Widmark in berühmten Western wie "Der
Garten des Bösen" (1954), "Der letzte
Wagen" (1956) und "Zwei ritten zusammen"
(1960). Privat führt Widmark ein zurückgezogenes
Leben. Der Pferdenarr lebt mit seiner Frau auf einer
Ranch in Kalifornien.
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