Die Herren Dracula

Spielfilm Frankreich 1976
Regie Edouard Molinaro
Drehbuch Alain Godard, Jean-Marie Poire und Edouard Molinaro, nach dem Roman "Der Vampir von Paris" von Claude Klotz
Musik Vladimir Cosma
Kamera Alain Levent
Darsteller Dracula - Christopher Lee
Ferdinand - Bernard Menez
Nicole - Marie-Hélène Breillat
Herminie - Catherine Breillat
Kaleb - Mustapha Dali
Cristéa - Jean-Claude Dauphin
Miss Gaylor - Anna Gaël
Marguerite - Claude Génia
Hotelportier - Robert Dalban
Hausmeister - Xavier Depraz
u. a.

Graf Dracula hat sich unsterblich in die junge, ebenso schöne wie temperamentvolle Herminie verliebt. Er zeugt mit ihr auf natürliche Weise ein Kind - und gibt Herminie erst hinterher den Kuss des Vampirs. Das findet Herminie überhaupt nicht toll, denn als Frau verzichtet sie nur ungern auf ihr Spiegelbild. Da die unvorsichtige Herminie kurze Zeit später an einem "tödlichen Sonnenbrand" stirbt, wächst des Grafen Sohn mutterlos auf. Der vom Vater verhätschelte Ferdinand ist aus vampirischer Sicht ein Reinfall - selbst nach 116 Jahren hat er kein einziges Opfer gebissen, und auch der würdevolle Stil seines alten Herrn geht ihm völlig ab. Als die beiden infolge widriger Umstände Transsylvanien verlassen müssen, verschlägt es Vater Dracula nach London, wo er eine Kinokarriere als Vampirdarsteller macht. Sohn Ferdinand, der die Lichtscheu des Vaters im Blut hat, arbeitet seinem Naturell entsprechend in Paris als Nachtwächter. Auf sich allein gestellt, stillt er seinen Blutdurst mit jungen Katzen. Durch Zufall laufen Vater und Sohn einander nach vielen Jahren über den Weg, doch die Wiedersehensfreude währt nur kurz. Denn als der Graf und sein anämischer Spross sich beide in die hübsche Nicole verlieben, werden die exilierten Blutsauger zu erbitterten Konkurrenten.

Komödienregisseur Edouard Molinaro gelang mit "Die Herren Dracula" eine ungemein flotte, respektlose Vampirfilmparodie mit Tempo, Witz und jeder Menge origineller Ideen: Unvergessen ist der Moment, in dem Christopher Lee, hier in seinem wirklich letzten Auftritt als Graf Dracula, eine schlafende Schöne beißen will, die sich - pffffft - als Gummipuppe erweist.
   

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