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In dem schwedischen Provinznest Åmål,
das Jugendlichen kaum mehr zu bieten hat als Öde,
wohnen die 16-jährige Agnes und die ein Jahr
jüngere Elin nur einige Straßen voneinander
entfernt - und doch trennen die beiden Welten. Die
selbstbewusste, gut aussehende Elin, beliebtestes
Mädchen der Klasse, lebt mit ihrer allein erziehenden
Mutter und ihrer älteren Schwester Jessica
in ärmlichen Verhältnissen. Eher gelangweilt
geht Elin auf die "angesagten" Partys,
wo die Jungs der etwas proletenhaft wirkenden Prinzessin
zu Füßen liegen - der richtige war aber
bislang noch nicht dabei.
Agnes dagegen ist eine Außenseiterin aus bestem
Hause, die viel liest und Schriftstellerin werden
will. Als Agnes? Mutter gegen den Willen ihrer Tochter
eine peinliche Geburtstagsparty organisiert, zu
der niemand kommen will, steht ausgerechnet Elin
vor der Tür, in die Agnes heimlich verliebt
ist. Eher ungewollt kommt es zu einer ersten Annäherung.
Eine zarte Romanze bahnt sich an, doch aus Angst
zur Außenseiterin zu werden, zieht Elin sich
wieder zurück.
Nach einer kurzen Affäre mit dem netten, aber
nicht allzu hellen Johan weiß Elin, dass Jungs
sie nicht wirklich interessieren. Endlich gestehen
sich die beiden jungen Frauen in der Schultoilette
ihre Liebe - doch draußen haben sich unterdessen
grölende Schulkameraden versammelt, die wissen
wollen, mit welchem der Jungs Elin sich ins Klo
eingesperrt hat.
"Raus aus Åmål" ist ein humorvolles,
vor Energie sprühendes Pubertätsdrama,
in dem das Motiv der Homosexualität erfrischend
selbstverständlich und nicht im Stil eines
"Problemfilms" thematisiert wird. Das
Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen Rebecca Liljeberg
und Alexandra Dahlström ist von ansteckender
Lebendigkeit. Lukas Moodysson, der spätestens
mit "Lilja 4-ever" zu einem der profiliertesten
Autorenfilmer Skandinaviens avancierte, wurde für
sein Regiedebüt mit einer Oscar-Nominierung
belohnt.
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