Zusammen!

Schwedischer Spielfilm von 2000
Regie Lukas Moodysson
Drehbuch Lukas Moodysson
Musik Niclas Merits, Anders Billing und Ljudligan
Kamera Ulf Brantås
Darsteller Elisabeth - Lisa Lindgren
Rolf - Michael Nyqvist
Eva - Emma Samuelsson
Stefan - Sam Kessel
Göran - Gustaf Hammarsten
Lena - Anja Lundqvist
Anna - Jessica Liedberg
Lasse - Ola Norell
Tet - Axel Zuber
Klas - Shanti Roney
u. a.

Stockholm im Jahr 1975. Elisabeth, um die 30 Jahre alt, Mutter zweier Kinder, flüchtet vor ihrem prügelnden Ehemann Rolf zu ihrem jüngeren Bruder Göran. Der lebt in einem etwas heruntergekommenen Haus am Rande der Stadt, wo er mit Freunden die Kommune "Zusammen" gegründet hat. Zu der illustren Gruppe gehört auch Görans Freundin Lena, die mit ihrem Partner eine "offene Beziehung" verabredet hat, und wenig später mit Mitbewohner Erik im Bett liegt.

Erik träumt von der marxistischen Revolution und jobbt in einer Fabrik, um dem Proletariat näher zu sein. Dann gibt es da noch Lasse, einen sarkastischen Null-Bock-Typen, und dessen Ex-Frau Anna, die ihn nach ihrem Entschluss lesbisch zu werden, verlassen hat. Lasse wiederum wird von dem schwulen Klas angehimmelt, dessen größter Traum es ist, Hausfrau zu werden.

Durch den Einzug der kleinbürgerlichen Elisabeth treffen in der Kommune zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: In Görans Haus gibt es keinen Fernseher, Fleisch zu essen ist tabu, jedes Problem wird ausführlich diskutiert und das Kinderbuch "Pippi Langstrumpf" gilt als kapitalistisches Machwerk. Doch während Elisabeth versucht, sich den Öko-Gepflogenheiten der Gruppe anzupassen und ihr kleiner Sohn Stefan in dem rauchenden und Rotwein trinkenden Kommunenkind Tet einen Freund findet, schottet ihre schüchterne, dreizehnjährige Tochter Eva sich ab.

In einem dicklichen Nachbarsjungen findet sie einen Freund und ihre erste Liebe, obwohl dessen spießige Eltern es nicht gerne sehen, wenn ihr Sohn sich bei "diesen Leuten" herumtreibt. Nach einer Weile gelingt es Elisabeth und ihren Kindern, die Kommunenregeln aufzuweichen.

Die Männer kaufen einen Fernseher, Elisabeth rät ihrem Bruder Göran, seine selbstsüchtige Freundin zu verlassen, und die Kinder demonstrieren mit Transparenten für Fleischkonsum. Diese Veränderungen sorgen für eine Reihe turbulenter Verwicklungen in der Kommune. Und als eines Tages Rolf vor der Tür steht, um sich mit Elisabeth zu versöhnen, beginnen auch die anderen Kommunenbewohner, ihr Gefühls- und Liebesleben zu hinterfragen - mit erstaunlichen Konsequenzen.

Mit "Zusammen!" hat Lukas Moodysson eine charmante Komödie über Liebe, Lust und Frust in einer schwedischen Hippie-Kommune gedreht. In beinahe dokumentarischem Stil inszeniert Moodysson seine Geschichte mit viel Witz und Ironie, aber ohne Herablassung, als Liebeserklärung an eine Zeit, als die Haare lang, die politische Gesinnung links und die Liebe frei waren. "Zusammen!", einer der Überraschungserfolge des Kinojahres 2001, wurde auf zahlreichen Festivals (Paris, Philadelphia u.v.a.) mit Preisen ausgezeichnet.
   

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