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Stockholm im Jahr 1975. Elisabeth, um die 30 Jahre
alt, Mutter zweier Kinder, flüchtet vor ihrem
prügelnden Ehemann Rolf zu ihrem jüngeren
Bruder Göran. Der lebt in einem etwas heruntergekommenen
Haus am Rande der Stadt, wo er mit Freunden die
Kommune "Zusammen" gegründet hat.
Zu der illustren Gruppe gehört auch Görans
Freundin Lena, die mit ihrem Partner eine "offene
Beziehung" verabredet hat, und wenig später
mit Mitbewohner Erik im Bett liegt.
Erik träumt von der marxistischen Revolution
und jobbt in einer Fabrik, um dem Proletariat näher
zu sein. Dann gibt es da noch Lasse, einen sarkastischen
Null-Bock-Typen, und dessen Ex-Frau Anna, die ihn
nach ihrem Entschluss lesbisch zu werden, verlassen
hat. Lasse wiederum wird von dem schwulen Klas angehimmelt,
dessen größter Traum es ist, Hausfrau
zu werden.
Durch den Einzug der kleinbürgerlichen Elisabeth
treffen in der Kommune zwei Welten aufeinander,
die unterschiedlicher kaum sein könnten: In
Görans Haus gibt es keinen Fernseher, Fleisch
zu essen ist tabu, jedes Problem wird ausführlich
diskutiert und das Kinderbuch "Pippi Langstrumpf"
gilt als kapitalistisches Machwerk. Doch während
Elisabeth versucht, sich den Öko-Gepflogenheiten
der Gruppe anzupassen und ihr kleiner Sohn Stefan
in dem rauchenden und Rotwein trinkenden Kommunenkind
Tet einen Freund findet, schottet ihre schüchterne,
dreizehnjährige Tochter Eva sich ab.
In einem dicklichen Nachbarsjungen findet sie einen
Freund und ihre erste Liebe, obwohl dessen spießige
Eltern es nicht gerne sehen, wenn ihr Sohn sich
bei "diesen Leuten" herumtreibt. Nach
einer Weile gelingt es Elisabeth und ihren Kindern,
die Kommunenregeln aufzuweichen.
Die Männer kaufen einen Fernseher, Elisabeth
rät ihrem Bruder Göran, seine selbstsüchtige
Freundin zu verlassen, und die Kinder demonstrieren
mit Transparenten für Fleischkonsum. Diese
Veränderungen sorgen für eine Reihe turbulenter
Verwicklungen in der Kommune. Und als eines Tages
Rolf vor der Tür steht, um sich mit Elisabeth
zu versöhnen, beginnen auch die anderen Kommunenbewohner,
ihr Gefühls- und Liebesleben zu hinterfragen
- mit erstaunlichen Konsequenzen.
Mit "Zusammen!" hat Lukas Moodysson eine
charmante Komödie über Liebe, Lust und
Frust in einer schwedischen Hippie-Kommune gedreht.
In beinahe dokumentarischem Stil inszeniert Moodysson
seine Geschichte mit viel Witz und Ironie, aber
ohne Herablassung, als Liebeserklärung an eine
Zeit, als die Haare lang, die politische Gesinnung
links und die Liebe frei waren. "Zusammen!",
einer der Überraschungserfolge des Kinojahres
2001, wurde auf zahlreichen Festivals (Paris, Philadelphia
u.v.a.) mit Preisen ausgezeichnet.
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